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Pinbild Wie lange brauchen Babys nachts Milchmahlzeiten und ab wann keine mehr

Wie lange brauchen Babys (nachts) Milchmahlzeiten und ab wann keine mehr?

Viele Eltern kommen an den Punkt, an dem sie sich fragen, wann Babys keine Milch mehr brauchen – insbesondere nachts.

Einige Mamas belastet das Stillen oder Flasche zubereiten besonders nachts. Sie wünschen sich weniger oder gar nicht mehr zu stillen bzw. Pre-Nahrung geben zu müssen und ruhigere Nächte, in denen ihr Baby wenigstens ein paar Stunden am Stück durchschläft ohne gestillt oder gefüttert werden zu müssen.

In diesem Artikel erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Inhaltsverzeichnis

Wie lan­ge brau­chen Babys Milch?

Babys sind bis zum ersten Geburtstag Säuglinge und sollten daher im ersten Lebensjahr Milchmahlzeiten bekommen. Wenn sie nicht oder nicht mehr gestillt werden, sollten die Stillmahlzeiten in dieser Zeit durch Flaschenmilch ersetzt werden.

Ab wann brau­chen Babys nachts keine Milch mehr?

Irgendwann im zweiten Lebenshalbjahr können Babys lang genug ohne Milch auskommen, so dass sie nachts keine Milch mehr brauchen. Ein Teil der Experten ist der Meinung, dass dies bereits ab 6 Monaten möglich ist, andere sprechen vom Ende des ersten Lebensjahres.

Da sich jedes Baby individuell entwickelt, ist der genaue Zeitpunkt bei jedem Baby anders. Außerdem werden Babys im zweiten Lebenshalbjahr auch aktiver und erleben dadurch mehr. Die größere Selbständigkeit tagsüber führt häufig dazu, dass Babys nachts nähebedürftiger sind und wieder öfter nach der Flasche oder der Brust verlangen.

Außerdem wachen Babys – wie auch Erwachsene – in der Nacht mehrfach auf und fordern die Flasche oder das Stillen nicht nur, weil sie Hunger haben, sondern weil sie noch Hilfe brauchen, um weiterschlafen zu können.

Das ist eine sinnvolle Einrichtung der Natur, das Baby überprüft nachts mehrfach, ob die Einschlafsituation noch vorhanden ist. Ist das nicht der Fall, schlägt es lautstarken Alarm, weil eine veränderte Schlafsituation bedeuten könnte, dass eine Gefahr droht. Schläft das Baby also abends beim Stillen oder auf dem Arm ein, möchte es diese Situation auch vorfinden, wenn es nachts aufwacht.

Aus diesem Grund schlafen Babys nicht besser durch, wenn sie satter sind, solange sie noch nicht selbständig und ohne Hilfe der Eltern weiterschlafen können. Statt des Saugens wird in diesem Fall eine andere „Weiterschlafhilfe“ benötigt, so dass das Reduzieren der nächtlichen Mahlzeiten nicht automatisch zum längeren Durchschlafen führt.

Ver­wöhnt man Babys, wenn man sie zu oft oder zu lan­ge stillt oder die Fla­sche gibt?

Babys müssen häufig gestillt werden, damit ihre Mütter die passende Milchmenge produzieren. Wird ein Baby zu selten gestillt, reduziert sich automatisch die Milchmenge. Daher trinken Babys, wenn sie einen Wachstumsschub haben öfter… um die Milchmenge zu erhöhen.

Sie verhalten sich ebenfalls so, wenn sie die Flasche bekommen, da sie ja nicht wissen können, dass die Flaschenmilchproduktion nicht durch häufiges Trinken angeregt werden muss :-).

Häufiges trinken – auch nachts – ist also notwendig für Babys, um die passende Milchmenge zu erhalten. Bei längeren nächtlichen Pausen muss die Milchmenge durch häufigeres Stillen tagsüber aufrechterhalten bzw. bei Wachstumsschüben gesteigert werden.

Abstillen Tipps

Tipps zum Ab­stillen

Wann ab­stillen? Wie lan­ge sollte bzw. kann man sti­llen?

Der richtige Zeitpunkt mit dem Stillen aufzuhören und Ihrem Baby die Brust abzugewöhnen richtet sich nach Ihnen und Ihrem Baby. Sie können stillen, solange Sie und Ihr Baby es möchten. Das heißt, wenn Sie nicht mehr wollen kann das Stillen beendet werden und wenn Ihr Baby nicht mehr will, kann das Stillen ebenfalls beendet werden.

Manchmal sind sich Mutter und Kind über die Dauer der Stillzeit einig, manchmal nicht. Manche Babys sind einige Zeit untröstlich, weil Ihre Mütter nicht mehr stillen möchten. Aber es kommt auch umgekehrt vor, so dass manche Mütter einige Zeit untröstlich sind, weil Ihre Babys nicht mehr stillen möchten.

Wie lange wird empfohlen Babys zu stillen? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt bis mindestens zum Ende des 6. Lebensmonats voll zu stillen und bis zum Alter von 2 Jahren oder länger neben Beikost und Familienessen weiter zu stillen.

Wie lange müssen Sie also stillen? Grundsätzlich müssen Sie gar nichts, aber auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft empfiehlt, dass bis mindestens zum Ende des 4. Monats voll gestillt und bis Ende des ersten Lebensjahres weiter gestillt werden sollte.

Wenn Sie gerne stillen, können Sie also bis ins Kindesalter stillen. Laut Angaben des Robert-Koch-Institut beträgt die Stilldauer durchschnittlich aber ca. 7 – 8 Monate. Hier ist die Stillzeit insgesamt gemeint, nicht die Zeit in der voll gestillt wird.

Da Ihr Baby bis zu seinem ersten Geburtstag ein Säugling ist, sollten Sie die Stillmahlzeiten, wenn sie vorher abstillen möchten durch Flaschennahrung ersetzen. Daher wird das Leben durch das Abstillen in diesem Fall nicht einfacher, da sie statt zu Stillen nun Flaschen zubereiten müssen.

Folgende Argumente sind KEINE Gründe, die das Abstillen erforderlich machen

  • Brustentzündungen – Sie verschlimmern sich oft, durch eine volle Brust.
  • Ihr Kind bekommt Zähne
  • Sie bekommen Ihre Periode – Auch wenn sich kurzzeitig der Geschmack der Milch etwas verändern kann, weshalb manche Babys einige Tage etwas zögerlicher trinken. Bei manchen Müttern wirkt sich das Einsetzen der Periode gar nicht auf das Stillen aus.
  • Sie werden erneut schwanger – Stillen ist grundsätzlich auch in der Schwangerschaft möglich, auch wenn die Milchmenge in der Schwangerschaft zurückgeht und sich der Geschmack der Milch verändert. Das Stillen beider Kinder kann auch nach der Geburt des zweiten wieder aufgenommen werden (Tandemstillen).
  • Sie müssen Medikamente einnehmen – Bei vielen Erkrankungen gibt es stillverträgliche Medikamente. Mehr dazu finden Sie unter embryotox.de.
  • Rückkehr in den Beruf – Im Mutterschutzgesetz ist das Recht auf Still- bzw. Abpumpzeiten während der Arbeitszeit geregelt.

Wie stillt man rich­tig ab? Schnell, lang­sam, sanft oder na­tür­lich?

Grundsätzlich gibt es drei Varianten das Baby von der Brust zu entwöhnen. Welche für Sie am besten funktioniert, müssen Sie selbst entscheiden.

schnelles Abstillen ohne Milchstau

Schnelles oder ab­rup­tes Ab­stil­len ohne Milch­stau

Manchmal muss schnell und ungeplant abgestillt werden z. B. aufgrund einer Krankheit. Viele Krankheiten können aber inzwischen mit stillfreundlichen Medikamenten behandelt werden, so dass es nicht notwendig ist deswegen abzustillen. Auch in der Stillzeit anwendbare Medikamente finden Sie bei embryotox.de.

Lassen Sie sich beim schnellen Abstillen auf jeden Fall von Ihrem Arzt beraten.

Schnelles Abstillen ist nur mit Hilfe von Medikamenten möglich, da es sonst zu einem Milchstau oder einer Brustentzündung kommen kann. Manchmal wird trotz der Tabletten nach einiger Zeit wieder Milch gebildet, so dass sie nochmals für eine gewisse Zeit eingenommen werden müssen. Abstilltabletten können außerdem Nebenwirkungen auslösen. Die abstillende Wirkung von Hausmitteln wie Salbeitee oder Pfefferminztee ist nicht ausreichend.

Abpumpen oder Ausstreichen hilft zwar dabei überschüssige Milch loszuwerden, bevor es zu einem Milchstau kommt, regt aber gleichzeitig die Milchproduktion an, so dass beim Abstillen so wenig wie möglich abgepumpt oder ausgestrichen werden sollte. Also nur so viel, dass das Spannungsgefühl nachlässt.

Auch beim schnellen Abstillen, geht es nicht von heute auf morgen. Sie brauchen etwas Geduld bis sich Ihr Körper umgestellt hat.

sanftes Abstillen, langsames Abstillen

Lang­sa­mes und san­ftes Ab­stil­len

Langsam und sanft wird abgestillt, wenn sich die Mutter zum Abstillen entscheidet, obwohl das Baby noch weiterstillen würde.

Je nach Abstillalter des Babys werden die Stillmahlzeiten langsam ersetzt durch

  • Flaschenmahlzeiten
  • Flaschenmahlzeiten in Kombination mit Beikost
  • dem Familienessen

Das Abstillen erfolgt so langsam, dass es ohne Tabletten erfolgen kann und auch oft keine überschüssige Milch abgepumpt werden muss. Wer möchte, kann Tees mit abstillender Wirkung trinken (Salbei, Pfefferminz), ob sie wirklich wirken ist aber nicht nachgewiesen.

Das langsame Vorgehen ist notwendig, damit

  • die Milchmenge ohne die Gefahr eines Milchstaus reduziert werden kann.
  • der Übergang zu den Ersatzmahlzeiten sanft erfolgt, damit sich das Baby nicht plötzlich umstellen muss, sondern langsam gewöhnen kann.

Je weniger eine Mutter ihr Kind stillt, desto weniger Milch bildet ihr Körper. In der Regel werden Sie bereits nach wenigen Tagen merken, wie die Muttermilch weniger wird.

Um das Abstillen möglichst stressfrei zu gestalten, sollte zunächst das Einschlafstillen beendet werden, damit dem Baby nicht Nahrung und Einschlafhilfe gleichzeitig entzogen werden. Sie brauchen also einen guten Plan mit kleinen Schritten, um gut zum Ziel zu kommen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten des langsamen und sanften Abstillens. Welche Methode für Sie und Ihr Baby am besten geeignet ist, hängt davon ab wie alt Ihr Baby ist und welches Ziel Sie erreichen wollen z. B. ob Sie komplett oder nur in der Nacht abstillen möchten.

natürlich Abstillen

Na­tür­li­ches Ab­stil­len – Baby stillt sich selbst ab

Der natürliche Abstillzeitpunkt ist gekommen, wenn das Baby von sich aus nicht mehr stillen möchte. Es isst beim Familienessen mit und verlangt nicht mehr nach der Brust, um Muttermilch zu trinken. Laut WHO liegt dieser Zeitpunkt zwischen dem 2. und 7. Lebensjahr. Werden Kleinkinder nach dem ersten Geburtstag weitergestillt spricht man vom Langzeitstillen.

Vor­tei­le des Lang­zeit­stil­lens
  • Stillen tröstet und hilft schwierige Situationen im Leben des Kindes besser zu meistern z. B. Verletzungen, Ärger oder Wut.
  • Stillen hilft beim Einschlafen.
  • Stillen hilft Krankheiten besser zu überstehen, weil Muttermilch von kranken Kindern oft akzeptiert wird, während normale Mahlzeiten verweigert werden.
  • Die Muttermilch dient nicht mehr als Hauptnahrungsquelle, liefert aber weiterhin viele Antikörper und Immunfaktoren in konzentrierter Form.
Nach­tei­le des Lang­zeit­stil­lens
  • Mütter werden oft mit Vorurteilen oder Kritik konfrontiert, was belastend sein kann.
  • Weitere Nachteile sind Einstellungssache. Manche Mütter empfinden es z. B. belastend, wenn ihr Kleinkind durch den ganzen Supermarkt brüllt, dass es stillen möchte oder überhaupt in der Öffentlichkeit gestillt werden möchte, andere sehen das völlig gelassen.

Wie kann ich nachts ab­stil­len?

Aus meiner Sicht sollten Babys das nächtliche Stillen erst reduzieren, wenn Sie gemeinsam einen Weg gefunden haben abends einzuschlafen und nachts weiter zu schlafen ohne zu Stillen. Sie sollten also im ersten Schritt das Essen vom Einschlafen trennen. Ansonsten wird die Entwöhnung von den nächtlichen Mahlzeiten für Sie und Ihr Baby sehr stressig werden, da gleichzeitig die Nahrungsaufnahme und die Einschlafhilfe wegfällt.

Das Essen vom Einschlafen zu trennen ist ab ca. 4 – 5 Monaten möglich, bei kleineren Babys ist es noch nicht zu empfehlen.

Anschließend können Sie die nächtlichen Mahlzeiten Stück für Stück reduzieren.

Babys können tagsüber nicht auf „Vorrat“ essen, wenn sie keinen Hunger haben, um dann nachts länger durch zu halten.

Viele Babys sind aber tagsüber so beschäftigt, dass sie zu wenig Zeit zum Essen haben oder abgelenkt sind. Diese Babys verlagern das Essen mehr in die Nacht. Daher sollten Sie schon einige Tage bevor Sie mit dem nächtlichen Abstillen beginnen, darauf achten, dass Sie Ihrem Kind tagsüber öfter etwas anbieten und die Mahlzeiten in einem ruhigen Raum ohne Ablenkung stattfinden. Trinkt es tagsüber noch viel Milch, sollten Sie versuchen es nachmittags und abends öfter zu stillen.

Wie lan­ge dau­ert ab­stil­len?

Wenn Sie ohne Hilfe von Medikamenten langsam und sanft abstillen möchten, sollten Sie bei unter 1jährigen, die noch kaum oder keine feste Nahrung, mit mindestens 3 Monaten rechnen, da Sie die Milchmahlzeiten je nach Alter des Kindes durch Milchflaschen ggf. in Kombination mit Beikost oder Familienessen ersetzen müssen.

Ihr Baby benötigt für dieses Umstellung Zeit und auch die Milchproduktion muss langsam reduziert werden, um einen Milchstau oder eine Brustentzündung zu vermeiden.

Nach dem ersten Geburtstag geht das Abstillen normalerweise etwas schneller, da meistens sowieso nicht mehr ganz so viel Muttermilch gebildet wird, das Kind schon am Familienessen teilnimmt und nicht mehr auf Flaschenmilch umgestellt werden muss.

Wie lan­ge pro­du­ziert die Brust Milch nach dem Ab­stil­len?

Die Milchproduktion kann nach dem Abstillen noch mehrere Monate in Gang sein. Es gibt sogar Mütter, bei denen kleine Babys noch nach einem Jahr einen Milchspendereflex auslösen können.

Was passiert mit der Milch in der Brust? Die Brust speichert nur wenig Milch, die meiste Milch wird erst während des Stillens produziert. Die gespeicherte Milch wird von alleine abgebaut, solange die Brust sich nicht prall oder hart anfühlt droht kein Milchstau.

Wel­che Milch nach dem Ab­stil­len?

Wenn Sie Ihr Baby vor dem ersten Geburtstag abstillen möchten, sollten Sie auf Flaschenmilch umstellen, da Ihr Baby noch ein Säugling ist und noch Milchmahlzeiten benötigt. Sie können Pre- oder 1er-Milchpulver verwenden.

Pre-Milch ist der Muttermilch am Ähnlichsten, weshalb ich Ihnen empfehlen würde auf Pre-Milch umzustellen. Detailliertere Informationen finden Sie in meinem Artikel Welche Babynahrung? Die Unterschiede zwischen Pre-, 1er- und Folge-Babymilch.

Baby an Flasche gewöhnen

Wie Sie Ihr Baby an die Fla­sche ge­wöh­nen kön­nen

Am leichtesten ist die Umstellung von Muttermilch auf Pre-Milch, wenn Ihr Kind schon in der Stillzeit ab und zu die Milchflasche bekommt. Wenn Sie abstillen und Pre-Milchnahrung geben möchten, obwohl Ihr Stillkind noch nie eine Flasche bekommen hat, sollten Sie es im ersten Schritt an die Flasche gewöhnen und erst im zweiten Schritt richtig mit dem Abstillen beginnen.

Es gibt allerdings viele Kinder, die zunächst keine Flasche nehmen. Sie wollen die Brust, nicht die Flasche und können hier sehr hartnäckig sein.

5 Tipps, wenn Ihr Stillbaby die Flasche nicht nimmt

  • Häufig klappt es deutlich besser, wenn die Flasche nicht von der Mama gegeben wird und sie auch nicht anwesend ist.
  • Lassen Sie Ihr Baby die Flasche selbst ein bisschen erkunden, wenn es gerade nicht hungrig und schon alt genug ist, um sie zu halten.
  • Bieten Sie die Milchflasche kurz nach dem Aufwachen oder kurz vor dem Einschlafen an, wenn Ihr Baby schläfrig ist.
  • Probieren Sie unterschiedliche Sauger, unterschiedliche Milchtemperaturen und/oder unterschiedliche Milch-Marken, sie schmecken alle etwas anders.
  • Versuchen Sie es statt mit einer Flasche mit einer Schnabeltasse.

Sie können stillen und Pre-Milchpulver auch kombinieren z. B. Stillen und einmal am Tag die Flasche geben. Das nennt sich dann Zwiemilchernährung oder Teilstillen. Allerdings reduziert sich Ihre Milchmenge je mehr Stillmahlzeiten durch die Milchflasche ersetzt werden. Wird zu selten gestillt, kann es vorkommen, dass keine Milch mehr produziert wird.

Ab­stil­len ohne Fla­sche bzw. Fol­ge­milch

Das Abstillen ohne auf Babymilch aus der Flasche umzustellen ist ab dem ersten Geburtstag möglich. Davor sind Babys Säuglinge und sollten Milchmahlzeiten bekommen.

Wenn Sie den Zeitpunkt abwarten, zu dem sich Ihr Baby selbst abstillt (natürliches Abstillen), wird dieser Zeitpunkt bei den meisten Kindern nach dem ersten Geburtstag sein, so dass Ihr Kind bereits am Familienessen teilnimmt und keine Folgemilch mehr braucht.

Wann setzt die Perio­de nach dem Ab­stil­len ein?

Bei manchen Mamas setzt die erste Periode schon in der Stillzeit – zum Teil wenige Monate nach der Geburt – ein, bei anderen erst ca. zwei Monate nach dem Abstillen. Wann Sie wieder fruchtbar sein werden, hängt von vielen Faktoren ab und ist individuell sehr unterschiedlich. Das Stillen kann die Fruchtbarkeit unterdrücken, ist aber keine absolut zuverlässige Verhütungsmethode.

Flasche abgewöhnen

Die Fla­sche ab­ge­wöh­nen

Wann brau­chen Babys kei­ne Fla­sche mehr?

Vor dem ersten Geburtstag ist Ihr Kind ein Säugling und sollte Milchmahlzeiten erhalten. Während Mütter stillen können solange sie und ihr Kind es möchten, raten Zahnärzte die Flasche wegen des Kariesrisikos und eventuelle Zahnfehlstellungen ab dem ersten Geburtstag abzugewöhnen. Ab diesem Zeitpunkt kann normale Kuhmilch aus dem Becher getrunken werden, Pre-Milch ist nicht mehr notwendig.

Wie kann man die Fla­sche nachts ab­ge­wöh­nen?

Auch beim Abgewöhnen der nächtlichen Flaschen sollte zunächst das Trinken vom Einschlafen getrennt werden. Schläft Ihr Baby normalerweise beim Flasche geben ein, sollten Sie zunächst ein anderes Einschlafritual üben, bevor Sie die Flasche Schritt für Schritt vollständig abgewöhnen. Andernfalls stressen Sie Ihr Baby doppelt, weil Sie ihm gleichzeitig Einschlafhilfe und Nahrung entziehen.

Das Essen vom Einschlafen zu trennen ist ab ca. 4 – 5 Monaten möglich, bei kleineren Babys ist es noch nicht zu empfehlen.

Im zweiten Schritt können Sie dann die nächtlichen Mahlzeiten reduzieren.

Babys können nicht tagsüber auf „Vorrat“ essen, wenn sie keinen Hunger haben, um dann nachts länger durch zu halten.

Viele Babys sind aber tagsüber so beschäftigt, dass sie zu wenig Zeit zum Essen haben oder abgelenkt sind. Diese Babys verlagern das Essen mehr in die Nacht. Daher sollten Sie schon einige Tage bevor Sie mit dem nächtlichen Abgewöhnen beginnen, darauf achten, dass Sie Ihrem Kind tagsüber öfter etwas anbieten und die Mahlzeiten in einem ruhigen Raum ohne Ablenkung stattfinden. Trinkt es tagsüber noch viel Milch, sollten Sie versuchen es nachmittags und abends öfter zu füttern.

Im Zusammenhang mit der Frage, wann die Flasche nachts abgewöhnt werden sollte, stellt sich häufig auch die Frage und was ist mit dem Schnuller? Mehr Informationen dazu finden Sie in meinem Blogartikel „Wie lange dürfen Kinder einen Schnuller bekommen?“

Wie kann man die Fla­sche kom­plett ab­ge­wöh­nen?

Beim Abgewöhnen der Flasche sollte genauso langsam vorgegangen werden, wie beim Abstillen. Es droht zwar kein Milchstau, aber die Umstellung für das Baby sollte langsam und sanft erfolgen.

Normalerweise ist es einfacher mit dem Abgewöhnen tagsüber zu beginnen und erst im zweiten Schritt in der Nacht von der Flasche zu entwöhnen. Sie brauchen also einen guten Plan mit kleinen Schritten genau wie beim Abstillen.

Fazit

Ich fasse nochmal für Sie zusammen:

  • Bis zum ersten Geburtstag brauchen Babys Milch. Wenn Sie nicht gestillt werden, sollten sie bis dahin Pre-Milch erhalten.
  • Die Flasche sollte ab dem ersten Geburtstag abgewöhnt werden, gestillt werden kann solange es Mutter und Kind möchten.
  • Wenn Sie Ihr Kind abstillen oder ihm die Flasche abgewöhnen wollen, sollten Sie langsam und Schritt für Schritt vorgehen. Die Methoden und Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Alter des Babys.
  • Sie brauchen Geduld und Zeit, damit die Entwöhnung von den Milchmahlzeiten nicht zu stressig wird.
  • Wenn Sie abstillen, weil Sie nicht mehr stillen möchten ist das okay. Ansonsten gibt es wenige Gründe, die das Abstillen erforderlich machen.

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