Ab wann Sie bei Stillbabys Beikost zufüttern können
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Am Anfang ist die Ernährung von Babys sehr einfach, sie werden rund um die Uhr gestillt. Doch irgendwann stellt sich die Frage, wann zugefüttert werden kann und was sich dafür am besten eignet. Dieser Artikel enthält die Antworten.
Inhaltsverzeichnis
Ab wann sind Stillbabys bereit fürs Zufüttern von Beikost?
Ihr Stillkind ist körperlich bereit für die Beikost, wenn es die Beikostreifezeichen zeigt. Bei den meisten Säuglingen ist das zwischen dem Beginn des 5. und 7. Monats der Fall. Bei Frühgeborenen sollten Sie mit dem Arzt abstimmen, wann Sie Brei zufüttern können.
Entsprechend der in 2026 aktualisierten AWMF S3-Leitlinie zum Thema Stillen, sollten Babys bis zum Ende des 6. Monats ausschließlich gestillt werden. Nur, wenn ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt, sollten Sie laut AWMF S3-Leitlinie zur Allergieprävention ggf. früher mit Brei beginnen.
Parallel zur Einführung der Beikost stillen Sie weiter. Sollten Sie nicht mehr stillen können oder wollen, müssen Sie auf Säuglingsmilchnahrung umstellen. Ihr Baby ist bis zum ersten Geburtstag ein Säugling und sollte daher in dieser Zeit Mutter- oder Säuglingsmilch bekommen, so viel es möchte (siehe auch Regierungsnetzwerk gesund ins Leben).
Mehr Informationen finden Sie in meinem Artikeln Welche Babynahrung? Die Unterschiede zwischen Pre-, 1er- und Folge-Babymilch? und Wie lange brauchen Babys (nachts) Milchmahlzeiten und ab wann keine mehr?
Was können Sie zufüttern?
Zunächst können Sie puren Gemüsebrei zufüttern. Klappt das Essen des Breis gut, können Sie weitere Lebensmittel wie Öl, Fleisch oder Fisch zum Brei hinzufügen (siehe auch Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)). Auch eine vegetarische Ernährung ist möglich. Zu einer veganen Ernährung ohne individuelle Beratung auch zu Nahrungsergänzungsmitteln wird laut Regierungsnetzwerk gesund ins Leben nicht geraten, da die Gefahr eines Nährstoffmangels groß ist.
Im nächsten Schritt kommt dann nach einiger Zeit der Milch-Getreide-Brei und dann der Getreide-Obst-Brei dazu. Wenn Sie und Ihr Baby es möchten, können Sie auch schon gegartes Fingerfood anbieten.
Wenn Sie sich ganz konkrete Anleitungen für die Zubereitung von Brei und Fingerfood wünschen, ist mein Praxis-Workbook Einfach Beikost einführen mit nur 3 Rezepten genau das Richtige für Sie. Im Workbook erkläre ich genau, worauf achten müssen, damit Ihr Baby alle wichtigen Nährstoffe bekommt und welche Größe, Form und Konsistenz das Fingerfood haben sollte, damit Ihr Baby es auch ohne Zähne essen kann.
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Selbstgekochten Babybrei zufüttern oder Gläschen kaufen?
Grundsätzlich können Sie beide Möglichkeiten nutzen. Selbstgekochter Brei schmeckt aber deutlich besser als Fertigbrei aus dem Gläschen und verursacht auch weniger Kosten und Müll. Viele Eltern denken, dass Brei selbst zuzubereiten schwierig ist. Das ist aber nicht der Fall. Sie brauchen lediglich 3 ganz einfache Rezepte. Das schafft wirklich jeder, auch wenn er nicht kochen kann.
Mehr Details zu den Vor- und Nachteilen von Gläschen finden Sie in meinem Artikel Beikost: Babybrei selber kochen oder Gläschen kaufen?.
Die Grundrezepte finden Sie in meinem Beikost-Guide, den Sie sich für 0 € herunterladen können.
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Brei oder Fingerfood?
Einige Eltern möchten keinen Brei füttern, sondern gleich mit stückigen Lebensmitteln starten. Hier müssen Sie sich nach Ihrem Bauchgefühl und Ihrem Baby richten. Nicht alle Babys können beim Beikoststart schon etwas mit Fingerfood anfangen, einige bestehen sogar bis zum Ende des ersten Lebensjahres auf vollständig pürierten Brei.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in meinem Artikel Was ist besser? Brei oder Fingerfood?
Fazit
Hier die wichtigsten Punkte in der Zusammenfassung
- Sie können zwischen dem Beginn des 5. und 7. Monats mit dem Zufüttern von Beikost beginnen. Der genaue Zeitpunkt hängt davon ab, wann Ihr Baby die Beikostreifezeichen zeigt und ob Sie laut S3-Leitlinie bis zum Ende des 6. Monats ausschließlich stillen möchten oder nicht.
- Die Einführung der Beikost erfolgt in kleinen Schritten und dauert mehrere Monate.
- Selbstgekochter Brei ist einfach zuzubereiten und schmeckt besser als gekaufter.
- Einige Babys kommen schon bei Beikoststart mit stückigen Lebensmitteln zurecht, viele aber noch nicht.
Wenn Ihr Baby schon (bald) bereit für Beikost ist und Sie sich ganz konkrete und alltagstaugliche Praxistipps für die Einführung des neuen Essens wünschen, sollten Sie einen Blick auf mein Praxis-Workbook Einfach Beikost einführen mit nur 3 Rezepten werfen.
Häufig gestellte Fragen
Sie können zwischen dem Beginn des 5. und 7. Monats, wenn Ihr Baby die Beikostreifezeichen zeigt, beginnen neben Muttermilch andere Lebensmittel zuzufüttern. Laut der aktuellen S3-Leitlinie zum Thema Stillen sollten Sie Ihr Baby aber bis zum Ende des 6. Monats ausschließlich stillen. Nur, wenn ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt, sollten Sie ggf. früher mit Beikost beginnen.
Mit 3 Monaten können Sie noch nicht mit Beikost zufüttern. Die Verdauung Ihres Babys ist noch nicht bereit dafür. Frühestens ab Beginn des 5. Monats können Sie neben der Muttermilch andere Lebensmittel zufüttern. Allerdings nur, wenn Ihr Baby zu diesem Zeitpunkt bereits die Beikostreifezeichen zeigt.
Mit Beginn des 5. Monats (frühestens) können Sie im Rahmen der Beikosteinführung den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei schrittweise einführen. Allerdings nur, wenn Ihr Baby in diesem Alter bereits die Beikostreifezeichen zeigt. Sie starten zunächst einem Gemüsebrei aus Karotte, Kürbis oder Pastinake begonnen. Erst, wenn Ihr Baby sich an diesen Gemüsebrei gewöhnt hat, kommen Schritt für Schritt alle weiteren Zutaten des Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis bzw. der vegetarischen Variante des Breis dazu.
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Kommentare
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Hallo, ich bin Barbara Eder.
Ich begleite und berate seit über 10 Jahren Familien und weiß genau, welche Fragen sich Eltern beim Thema Ernährung stellen. Für meine Artikel übersetze ich viele Seiten Fachchinesisch aus AWMF-Leitlinien, Empfehlungen der Bundesministerien, der DGE und des BfR für Sie.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Besonders wichtig ist mir, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.