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Verstopfung Kleinkinder: Warum oft einfach nichts hilft sie zu lösen!

In diesem Artikel erfahren Sie, was bei Kleinkindern zu Verstopfung führen kann und warum manchmal einfach nichts helfen will die Verstopfung zu lösen, wann Sie zum Arzt gehen sollten und was Sie (auch vorbeugend) bei Verstopfung tun können. Wenn Sie gerade erst mit Beikost begonnen haben, kann es weitere bzw. andere Ursachen für ausbleibenden oder harten Stuhl geben. Mehr Informationen dazu finden Sie in meinem Artikel Beikost: Was Sie bei Verstopfung NICHT tun sollten!

Achtung: Der Artikel dient lediglich Ihrer Informationen, er ersetzt selbstverständlich in keinem Fall die individuelle Beratung durch einen Kinderarzt. Ganz im Gegenteil: Sie sollten immer umgehend einen Kinderarzt aufsuchen, wenn Ihr Kleinkind harten Stuhl hat, insbesondere, wenn es sich unwohl fühlt, weitere Krankheitssymptome wie Schmerzen oder Fieber hat oder Sie sich einfach nur unsicher fühlen.

Damit Sie dem Inhalt meines Artikels nicht einfach „blind vertrauen“ müssen, führe ich gleich hier auch andere Informationsquellen auf, damit Sie alle Informationen selbst überprüfen können und sie Ihnen auch in der aktuellsten Version zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

Wie oft sollten Klein­kin­der Stuhl­gang ha­ben?

Es gibt keine allgemeingültige Kacka-pro-Tag-Rate. Manche Kleinkinder müssen mehrmals pro Tag, andere nur alle 3 – 4 Tage, solange es dem Kind offensichtlich gut geht, ist auch das in Ordnung.

Genau wie bei Erwachsenen gibt es auch Kleinkinder, die einfach nicht jeden Tag Kacka machen können.

Wenn das Kacka hart (z. B. kleine Kugeln) und trocken ist und nur einmal pro Woche kommt, handelt es sich um eine Verstopfung insbesondere oder wenn weitere Symptome dazukommen. Hält die Verstopfung länger als 2 Monate an bzw. kommt immer wieder, wird von chronischer Verstopfung gesprochen.

Ursachen für Verstopfung bei Kleinkindern

Wa­rum oft ein­fach nichts hilft, ei­ne Ver­stopfung bei Klein­kin­dern zu lö­sen?

Wenn Ihr Kind mal etwas Verstopfung hat und einige Tage keinen Stuhlgang hat, ist das eigentlich nicht schlimm. Bei Kleinkindern kann aber ein Teufelskreis entstehen, weil der Stuhlgang durch die Verstopfung oft schmerzhaft ist. Die Kleinen möchten die Schmerzen und damit das Kacka-machen vermeiden und halten den Stuhl so lange es irgend geht zurück.

Das sogenannte Toilettenvermeidungs- bzw. -verweigerungssyndrom oder auch eine Toilettenphobie können entstehen, zu Verstopfung führen und schlechtesten Fall chronisch werden. Außerdem kann auf Dauer der natürliche Entleerungsreflex verloren gehen. Ab 4 Jahren kann eine funktionelle Obstipation diagnostiziert werden.

Leider erledigt sich eine Verstopfung, die durch zurückhalten des Stuhls verursacht wird, oft nicht „von allein“, sondern kann bis ins Erwachsenenalter anhalten, wenn sie nicht behandelt wird. Auch, wenn eine Behandlung erfolgt, kann es 6 – 12 Monate dauern, bis sich das Stuhlverhalten normalisiert.

Normalerweise wird ein Stuhlweichmacher gegeben, damit das Kacka ohne Schmerzen und Angst rauskommen kann. Außerdem wird ein stressfreies Toiletten-Training empfohlen.

Die typischen Empfehlungen wie „viel trinken und Ballaststoffe essen“ oder auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten schaden zwar nicht, helfen in diesem Fall aber normalerweise nicht die Verstopfung zu lösen. Häufig probieren Eltern lange mit Hausmitteln herum, bevor der eigentliche Grund herausgefunden wird und die passende Behandlung erfolgt.

Hier finden Sie kurze Infovideos der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e. V. (GPGE), die eine Verstopfung bei Kindern und auch die Behandlung sehr schön erklären.

Eine funktionelle Obstipation kann erst mit 4 Jahren diagnostiziert werden, aber das Zurückhalten des Stuhls kann schon früher auftreten und zu Problemen führen. Um das Zurückalten des Stuhls beim Sauberwerden zu vermeiden, sollte das auf Töpfchen gehen erst dann geübt werden, wenn Ihr Kind wirklich bereit dafür ist und stressfrei ablaufen.

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Wel­che Ur­sa­chen hat ei­ne Ver­stopfung bei Klein­kin­dern?

Die Ursachen für eine Verstopfung bei Kleinkindern können sein

  • Sauber werden: Kleinkinder verkneifen sich oft lange Zeit das Kacka-Machen, wenn sie nicht aufs Töpfchen bzw. die Toilette gehen wollen z. B. weil sie lieber in die Windel machen wollen, Angst vor der Toilette/Spülung haben, Aufmerksamkeit bekommen möchten, sie wieder Baby sein möchten (Geburt Geschwisterchen), der Druck beim Töpfchen-Training zu groß ist.
  • Kita- oder Kindergarten-Eingewöhnung: Einige Kleinkinder wollen nicht in der (neuen) Einrichtung auf die Toilette gehen und verkneifen sich das Kacka-Machen.
  • Ungünstige Ernährung mit zu wenig Ballaststoffen, zu viel Süßigkeiten, zu viel stuhlfestigenden Lebensmitteln, zu wenig Obst und Gemüse, zu wenig trinken (oder ungünstige Getränke wie Limonade).
  • Stress, Hektik, Zeitmangel, Schlafmangel.
  • Ungewohnte Situationen wie Urlaub, Ausflüge, Umzug, ungewohntes Essen, Wiedereintritt der Mutter/Hauptbezugsperson in den Beruf, Trennung der Eltern.
  • Zu wenig Bewegung B. auch als Folge einer Erkrankung (Kind lag im Bett, hat sich wenig bewegt).
  • Nebenwirkung von Medikamenten B. Antibiotika
  • Allergien oder Unverträglichkeiten
  • Darmverschluss B. durch eine Darmeinstülpung
  • Durchfallerkrankungen: Manchmal kommt es anschließend für einige Zeit zu einer Verstopfung.
  • Erkrankungen B. Morbus Hirschsprung

Im Zweifel lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt beraten.

Was tun bei Verstopfung bei Kleinkindern

Was kann man bei ei­ner aku­ten Ver­stopfung bei Klein­kin­dern tun?

Im Zweifel sollten Sie immer erst eine Erkrankung vom Kinderarzt ausschließen lassen.

Folgendes können Sie ausprobieren, wenn Ihr Kind Verstopfung hat und gleichzeitig den Kinderarzt aufsuchen, damit er entscheiden kann, ob ein Stuhlweichmacher notwendig ist. Diese Maßnahmen wirken auch vorbeugend.

  • Ausreichend Trinken, am besten Wasser eventuell stark verdünnte Saftschorlen.
  • Auf folgende Lebensmittel verzichten: Bananen, Karotten, Weißmehl und daraus hergestellte Produkte, Zucker und Süßigkeiten, Kakao, Fastfood, sehr viel Milch und Milchprodukte, viel Ei.
  • Stuhlauflockernde Lebensmittel anbieten: Vollkornmehl und daraus hergestellte Produkte, genug pflanzliches Öl, Lachs, Kürbis, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Kartoffel, Birne, Pflaume, Zwetschge, Aprikose, Melone, Beeren, Pfirsich, Nektarine.
  • Auf genügend Schlaf achten, Stress abbauen, Zeit lassen (insbesondere auf der Toilette).
  • Auf ausreichende Bewegung
  • Bauchmassage: Winkeln Sie die Beine Ihres Kindes an und massieren Sie gleichzeitig den Bauch Ihres Kindes im Uhrzeigersinn (aus Ihrer Sicht).
  • Sie können auch mit den Beinen des Kindes „Fahrradfahren“.
  • Oft wird der Darm durch ein warmes Bad
  • Altersgerechtes, stressfreies „Töpfchen-Training“, wenn das Kind in der Phase des „Sauberwerdens“ ist oder erst seit kurzer Zeit zur Toilette geht. 
  • Korrekte Sitzposition beim Kacka-Machen: Die Füße sollten beim Toilettengang parallel nebeneinander (nicht überkreuzt) auf dem Boden stehen (ggf. einen Hocker für die Füße verwenden) und der Rücken gerade, nicht gekrümmt sein. Das erleichtert es Ihrem Kleinkind den Stuhl rauszudrücken. Siehe auch Infovideos der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e. V. (GPGE).
  • Parallel ist es eine gute Sache, wenn Sie sich bei häufigeren Verstopfungen zusammen mit Ihrem Kind mit dem Thema Verdauung beschäftigen. Hier ein paar Bücher zum Thema Kacka-machen: Die Kackawurstfabrik**, Das Alpaka muss Kacka**

Maßnahmen, die der Arzt verordnen bzw. durchführen kann

  • Harten Stuhl entfernen durch Abführmittel, Abführzäpfchen oder Klistier (durch Kinderarzt, da das für Kleinkinder traumatisierend sein kann!)
  • Stuhlweichmacher B. mit Wirkstoff Macrogol geben (nach Rücksprache mit dem Kinderarzt!). Durch diese Stuhlweichmacher tritt keine Gewöhnung ein, so dass keine Gefahr besteht, dass Ihr Kind nicht mehr ohne diese Mittel zur Toilette kann. Sie werden oft längere Zeit eingenommen und dann langsam wieder abgesetzt. Der Stuhl bleibt in der Regel auch nach dem Absetzen des Mittels weich, weil der Darm in der Zwischenzeit gelernt hat, wie die Konsistenz sein sollte.
  • Toiletten-Training (ab Kindergartenalter), wenn die Verstopfung durch zurückhalten des Stuhls verursacht wurde (durch Fachpersonal angeleitet!).
  • Physiotherapie z. B. zur Entspannung bestimmter Muskelgruppen
Verstopfung bei Kleinkindern Hausmittel

Was Sie auf KEINEN Fall tun sollten?

Bitte stimulieren Sie den Stuhlgang auf keinen Fall auf eigene Faust mit einem Fieberthermometer im Poloch. Das führt zu einer reflexartigen Entleerung (kann auch beim Wickeln beim Abwischen versehentlich passieren) und kann dazu führen, dass Ihr Kind nur noch mit Stimulation Kacka machen kann.

Auch Zäpfchen (wie Kümmelzäpfchen) sind nicht nötig und es gibt keinen Nachweis dafür, dass die enthaltenen Inhaltsstoffe eine Wirkung haben. Hier finden Sie ein Zitat des Generalsekretärs der DGKJ und Kinder-Gastroenterologen Dr. Dr. Burkhard Rodeck. Sie wirken in der Regel, weil durch das Einführen des Zäpfchens die Darmentleerung durch den Reiz am Po stimuliert wird. Sie wirken also ähnlich wie eine Stimulation mit einem Fieberthermometer, die wie beschrieben ebenfalls nicht sinnvoll ist.

Außerdem sollten Sie keinen Milchzucker geben, um die Verstopfung zu lösen. Milchzucker reizt den Darm, so dass dieser mehr Wasser produziert und somit künstlich Durchfall erzeugt wird. Ihr Kleinkind kann davon starke Bauchkrämpfe bekommen, was sehr schmerzhaft sein kann. Daher wird Milchzucker heute, anders als früher nicht mehr empfohlen. Es gibt spezielle Stuhlweichmacher, die diese Nebenwirkungen nicht haben und Sie sich vom Kinderarzt verschreiben lassen können.

Spezielle Abführzäpfchen oder Klistiere sollten nur im Notfall zum Einsatz kommen und vom Kinderarzt angewendet werden, da sie für Kleinkinder traumatisierend sein können.

Auch Abführmittel und andere Medikamente sind oft nicht notwendig und sollten nur nach Absprache mit dem Kinderarzt zum Einsatz kommen, insbesondere, weil sie zur Gewöhnung führen können, so dass der Stuhlgang nach längerer Einnahme nicht mehr ohne Abführmittel möglich ist.

Wann zum Arzt bei Verstopfung bei Kleinkindern

Wann Sie sollten bei Ver­stopfung bei Klein­kin­dern zum Kinderarzt gehen sollten?

Bei Problemen mit dem Stuhlgang, sollten sie bald möglichst einen Kinderarzt aufsuchen, um zu vermeiden, dass die Verstopfung wie oben beschrieben chronisch wird.

Sie sollten insbesondere dann einen Kinderarzt aufsuchen, wenn 

  • es ungewöhnlich für Ihr Kleinkind ist, dass es so selten Stuhlgang hat.
  • Ihr Kleinkind harten, trockenen Stuhl hat d. h. dass das Kacka stark eingedickt, eine richtiger Klumpen oder wie kleine Kugeln ist und die Stuhlentleerung nur einmal pro Woche erfolgt. Zur Beurteilung der Konsistenz wird häufig die Bristol-Stool-Skala
  • Ihr Kind Schmerzen bei der Stuhlentleerung oder beim Pipi-Machen hat, anhaltende oder immer wiederkehrende Bauchschmerzen hat (ggf. sogar an der gleichen Stelle) oder nachts durch Bauchschmerzen aufwacht. Bei Kindern, die schon alleine zur Toilette gehen wird eine Verstopfung häufig gar nicht erkannt, weil Kinder normalerweise nicht über Verstopfung, sondern über krampfartige Bauchschmerzen, vor allem beim oder direkt nach dem Essen oder in den Abendstunden klagen. Der Grund dafür ist, dass die Verdauung beim Essen angeregt wird, der Darm bewegt sich wellenartig, was bei Verstopfung zu Schmerzen führen kann.
  • der Unterbauch Ihres Kindes auf der linken Seite (aus Sicht des Kindes) sehr druckempfindlich ist.
  • die Stuhlfarbe sehr hell, weiß, grau oder entfärbt ist.
  • Erbrechen, Fieber, Schleim und Blut im Stuhl (der Stuhl kann dadurch rot oder schwarz aussehen) hinzukommen, teilweise auch Durchfall (paradoxe Diarrhö), Einnässen (obwohl das Kind schon zuverlässig zur Toilette geht).
  • andere Krankheiten vorliegen, insbesondere des Darms, der Nieren oder eine Stoffwechselerkrankung.
  • Ihr Kind teilnahmslos oder oft müde wirkt, sich einfach unwohl fühlt und/oder nicht isst oder sich einfach deutlich anderes verhält als sonst.
  • Ihr Kleinkind nicht mehr an Gewicht zunimmt oder sogar deutlich abnimmt.
  • Sie sich einfach unsicher fühlen oder Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt.

Folgende Informationen, sind wichtig für Kinderärzte. Daher sollten Sie sie beim Arztbesuch parat haben

  • Wie oft kommt Stuhlgang? Welche Menge?
  • Welche Farbe? Wie riecht der Stuhlgang?
  • Wie hart oder wie weich? Wässrig, flüssig, weich, matschig, breiig, trocken, hart, eine Wurst, Kügelchen?
  • Wie läuft es mit dem Bäuerchen und dem Pupsen?
  • Weitere (Krankheits-)Symptome?
  • Ist das Kind gut oder schlecht drauf? Oder sehr ruhig oder müde?
  • Trinkt es weniger als sonst?
  • Andere Erkrankungen?

Klingt vielleicht komisch, aber Im Zweifel nehmen Sie einfach ein Foto des Windelinhaltes mit. Fotografieren Sie die vollständige Windel, nicht nur den Windelinhalt als Nahaufnahme, damit die Menge besser eingeschätzt werden kann.

Praxis-Workbook Kleinkind isst mit, wie mach ich das?

Alltagstauglich von der Beikost aufs Familienessen umstellen. Ab Beginn des 10. Monats.

Fazit

Eigentlich ist es nicht schlimm, wenn Kleinkinder mal nicht können. Eine gelegentliche Verstopfung bekommt man mit einer gesünderen Ernährung, mehr Bewegung und viel Trinken normalerweise in den Griff. Im Zweifel oder wenn Ihr Kind ganz bestimmte Symptome (Details im Artikel) zeigt, sollten Sie aber einen Kinderarzt aufsuchen.

Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Verstopfung chronisch wird, weil die Kleinen sich das Kacka-machen aus unterschiedlichen Gründen verkneifen z. B. weil der Stuhlgang mal unangenehm war. In diesem Fällen hilft meist nur die im Artikel beschriebene Behandlung in Kombination mit Verhaltens-Training bzw. Toiletten-Training. In diesem Fall sollten Sie sich baldmöglichst von einem Kinderarzt beraten lassen.

Ein häufiger Grund für das Zurückhalten des Stuhls ist das Sauberwerden. Um Ängste oder Probleme beim Sauberwerden zu vermeiden, sollte das Töpfchen-Training erst dann erfolgen, wenn Ihr Kind wirklich bereit dafür ist und stressfrei ablaufen.

Lebensmittel-Check für kleine Kinder

Was kleine Kinder (1. bis 5. Geburtstag) noch nicht essen dürfen für 0 € als PDF herunterladen.

Häu­fig ge­stellte Fra­gen

Die Ursachen für eine Verstopfung bei Kleinkindern können sein (Details finden Sie im Artikel)

  • Sauber werden
  • Kita- oder Kindergarten-Eingewöhnung
  • Ungünstige Ernährung
  • Stress, Hektik, Zeitmangel, Schlafmangel.
  • Ungewohnte Situationen
  • Zu wenig Bewegung
  • Nebenwirkung von Medikamenten
  • Allergien oder Unverträglichkeiten
  • Darmverschluss
  • Durchfallerkrankungen
  • Erkrankungen

Die Gründe dafür, das Kleinkinder den Stuhl zurückhalten können sein

  • Ihr Kind möchte nicht aus Töpfchen gehen, sondern lieber in die Windel machen.
  • Ihr Kind hat Angst vor der Toilette/Spülung.
  • Ihr Kind möchte Ihre Aufmerksamkeit und Zuwendung.
  • Ihr Kind lieber Baby sein möchte (Geburt eines Geschwisterchens)
  • Ihr Kind ist gerade in der Phase des „Sauberwerdens“ und der Druck ist zu groß.
  • Ihr Kind möchte nicht in ungewohnten Situationen auf die Toilette gehen z. B. neue Betreuungseinrichtung, Urlaub, Ausflug.
  • Ihr Kind hatte negative Erlebnisse bei früheren Toilettensituationen z. B. Schmerzen bei Stuhlentleerung.

Was Sie bei Verstopfung bei Kleinkindern tun können, hängt davon ab, wodurch die Verstopfung verursacht wird (mehr dazu im Artikel). Folgendes hilft manchen Kleinkindern bei Verstopfung, die durch eine ungünstige Lebensmittelauswahl verursacht wurde (hilft nicht, wenn die Ursache eine andere ist, Details finden Sie im Artikel):

  • Ausreichend Trinken
  • Auf stuhlfestigende Lebensmittel verzichten
  • Stuhlauflockernde Lebensmittel anbieten
  • Auf genügend Schlaf achten, Stress abbauen, Zeit lassen (insbesondere auf der Toilette).
  • Auf ausreichende Bewegung achten.
  • Bauchmassage
  • „Fahrradfahren“ mit den Beinen des Kindes
  • Darm durch ein warmes Bad anregen
  • Altersgerechtes, stressfreies „Töpfchen-Training“
  • Korrekte Sitzposition beim Kacka-Machen
  • Sich bei häufigeren Verstopfungen zusammen mit Ihrem Kind mit dem Thema Verdauung beschäftigen.

Was Sie bei Verstopfung bei Kleinkindern tun können, hängt davon ab, wodurch die Verstopfung verursacht wird (mehr dazu im Artikel). Folgendes hilft manchen Kleinkindern bei Verstopfung, die durch eine ungünstige Lebensmittelauswahl verursacht wurde (hilft nicht, wenn die Ursache eine andere ist, Details finden Sie im Artikel):

  • Ausreichend Trinken
  • Auf stuhlfestigende Lebensmittel verzichten
  • Stuhlauflockernde Lebensmittel anbieten
  • Auf genügend Schlaf achten, Stress abbauen, Zeit lassen (insbesondere auf der Toilette).
  • Auf ausreichende Bewegung achten.
  • Bauchmassage
  • „Fahrradfahren“ mit den Beinen des Kindes
  • Darm durch ein warmes Bad anregen
  • Altersgerechtes, stressfreies „Töpfchen-Training“
  • Korrekte Sitzposition beim Kacka-Machen
  • Sich bei häufigeren Verstopfungen zusammen mit Ihrem Kind mit dem Thema Verdauung beschäftigen.

Wirklich abführend, bei einer starken Verstopfung wirken eigentlich nur Medikamente oder ein Klistier. In vielen Fällen helfen Kleinkindern bei Verstopfung aber auch schon stuhlauflockernde Lebensmittel wie Vollkornmehl und daraus hergestellte Produkte, genug pflanzliches Öl, Lachs, Kürbis, Zucchini, Blumenkohl, Brokkoli, Kartoffel, Birne, Pflaume, Zwetschge, Aprikose, Melone, Beeren, Pfirsich, Nektarine.

Es gibt bestimmte Medikamente wie Abführmittel, Abführzäpfchen oder ein Klistier, die Kleinkindern sehr schnell bei Verstopfung oder harten bzw. sehr festem Stuhl helfen. Sie sind aber oft gar nicht notwendig und sollten nur von einem Kinderarzt oder zumindest in Absprache mit ihm angewendet werden, da eine Gewöhnung eintreten kann. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, dass Ihr Kind ohne diese Hilfen nicht mehr Kacka-machen kann. Einige Hausmittel versprechen ebenfalls sofortige Hilfe, sind aber nicht empfehlenswert. Welche das sind und warum sie nicht zu empfehlen sind, lesen Sie im Artikel.

Wie oft Kleinkinder Stuhlgang haben ist – wie bei Erwachsenen auch – sehr unterschiedlich. Man spricht von einer Verstopfung, wenn Kleinkinder nur einmal pro Woche Stuhlgang haben, der Stuhl hart bzw. fest und das Kacka-Machen schmerzhaft ist. Hält die Verstopfung länger als 2 Monate an bzw. kommt immer wieder, wird von chronischer Verstopfung gesprochen.

Anzeichen dafür, dass Ihr Kleinkind einen Darmverschluss haben könnte sind

  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
  • geblähter/dicker, harter Bauch
  • anziehen der Beine
  • Bauchkrämpfe häufig mit ca. 15-minütigen Abständen, Druckempfindlichkeit am Bauch
  • der Stuhl enthält Blut und Schleim
  • Verstopfung, bei vollständigem und/oder Durchfall bei teilweisem Darmverschluss (paradoxe Diarrhö)
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Fieber
  • Einnässen, obwohl das Kind schon zuverlässig zur Toilette geht

Oft geht einem Darmverschluss eine Viruserkrankung des Magen-Darm-Trakts oder der Luftwege voraus. Wie Sie sicherlich selbst erkennen, können die Symptome natürlich auch Anzeichen für andere Erkrankungen sein. In jedem Fall sollten Sie aber einen Arzt aufsuchen, wenn Ihr Kind solche Beschwerden hat.

Bei Problemen mit dem Stuhlgang, sollten sie bald möglichst einen Kinderarzt aufsuchen, um zu vermeiden, dass die Verstopfung wie oben beschrieben chronisch wird (mehr dazu im Artikel).

Sie sollten insbesondere dann einen Kinderarzt aufsuchen, wenn 

  • es ungewöhnlich für Ihr Kleinkind ist, dass es so selten Stuhlgang hat.
  • Ihr Kleinkind harten, trockenen Stuhl hat d. h. dass das Kacka stark eingedickt, eine richtiger Klumpen oder wie kleine Kugeln ist und die Stuhlentleerung nur einmal pro Woche erfolgt. Zur Beurteilung der Konsistenz wird häufig die Bristol-Stool-Skala
  • Ihr Kind Schmerzen bei der Stuhlentleerung oder beim Pipi-Machen hat, anhaltende oder immer wiederkehrende Bauchschmerzen hat (ggf. sogar an der gleichen Stelle) oder nachts durch Bauchschmerzen aufwacht. Bei Kindern, die schon alleine zur Toilette gehen wird eine Verstopfung häufig gar nicht erkannt, weil Kinder normalerweise nicht über Verstopfung, sondern über krampfartige Bauchschmerzen, vor allem beim oder direkt nach dem Essen oder in den Abendstunden klagen. Der Grund dafür ist, dass die Verdauung beim Essen angeregt wird, der Darm bewegt sich wellenartig, was bei Verstopfung zu Schmerzen führen kann.
  • der Unterbauch Ihres Kindes auf der linken Seite (aus Sicht des Kindes) sehr druckempfindlich ist.
  • die Stuhlfarbe sehr hell, weiß, grau oder entfärbt ist.
  • Erbrechen, Fieber, Schleim und Blut im Stuhl (der Stuhl kann dadurch rot oder schwarz aussehen) hinzukommen, teilweise auch Durchfall (paradoxe Diarrhö), Einnässen (obwohl das Kind schon zuverlässig zur Toilette geht).
  • andere Krankheiten vorliegen, insbesondere des Darms, der Nieren oder eine Stoffwechselerkrankung.
  • Ihr Kind teilnahmslos oder oft müde wirkt, sich einfach unwohl fühlt und/oder nicht isst oder sich einfach deutlich anderes verhält als sonst.
  • Ihr Kleinkind nicht mehr an Gewicht zunimmt oder sogar deutlich abnimmt.
  • Sie sich einfach unsicher fühlen oder Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt.

Wenn Sie keine Möglichkeit haben Ihren Kinderarzt aufzusuchen, sollten Sie bei Verstopfung bei Kleinkindern ins Krankenhaus gehen, wenn

  • es ungewöhnlich für Ihr Kleinkind ist, dass es so selten Stuhlgang hat.
  • Ihr Kleinkind harten, trockenen Stuhl hat d. h. dass das Kacka stark eingedickt, eine richtiger Klumpen oder wie kleine Kugeln ist und die Stuhlentleerung nur einmal pro Woche erfolgt. Zur Beurteilung der Konsistenz wird häufig die Bristol-Stool-Skala
  • Ihr Kind Schmerzen bei der Stuhlentleerung oder beim Pipi-Machen hat, anhaltende oder immer wiederkehrende Bauchschmerzen hat (ggf. sogar an der gleichen Stelle) oder nachts durch Bauchschmerzen aufwacht. Bei Kindern, die schon alleine zur Toilette gehen wird eine Verstopfung häufig gar nicht erkannt, weil Kinder normalerweise nicht über Verstopfung, sondern über krampfartige Bauchschmerzen, vor allem beim oder direkt nach dem Essen oder in den Abendstunden klagen. Der Grund dafür ist, dass die Verdauung beim Essen angeregt wird, der Darm bewegt sich wellenartig, was bei Verstopfung zu Schmerzen führen kann.
  • der Unterbauch Ihres Kindes auf der linken Seite (aus Sicht des Kindes) sehr druckempfindlich ist.
  • die Stuhlfarbe sehr hell, weiß, grau oder entfärbt ist.
  • Erbrechen, Fieber, Schleim und Blut im Stuhl (der Stuhl kann dadurch rot oder schwarz aussehen) hinzukommen, teilweise auch Durchfall (paradoxe Diarrhö), Einnässen (obwohl das Kind schon zuverlässig zur Toilette geht).
  • andere Krankheiten vorliegen, insbesondere des Darms, der Nieren oder eine Stoffwechselerkrankung.
  • Ihr Kind teilnahmslos oder oft müde wirkt, sich einfach unwohl fühlt und/oder nicht isst oder sich einfach deutlich anderes verhält als sonst.
  • Ihr Kleinkind nicht mehr an Gewicht zunimmt oder sogar deutlich abnimmt.
  • Sie sich einfach unsicher fühlen oder Ihnen etwas ungewöhnlich vorkommt.

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Hallo, ich bin Barbara Eder.

Hallo, ich bin Barbara Eder.

Als Ernährungsberaterin bin ich auf Schwangere und Kinder spezialisiert. Mein umfangreiches Expertenwissen und meine Erfahrung aus der ehrenamtlichen Unterstützung von Familien mit Neugeborenen im ersten Lebensjahr - seit 2014 - teile ich in meinen Blogartikeln, in meinem Newsletter und natürlich in meinen Produkten.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern gleich von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Wichtig ist mir dabei, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.

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