Familienessen, Familie
Pin Warum nur 3 Brei-Rezepte

Warum 3 Rezepte für die Beikostzeit reichen und Kochbücher überflüssig sind

In der Beikostzeit selbst für Ihr Baby zu kochen erscheint Ihnen sehr aufwendig? Schließlich gibt es jede Menge Brei- und Breifrei-Kochbücher mit hunderten von Rezepten, die notwendig zu sein scheinen? Warum und wie es viel einfacher geht lesen in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Wa­rum 3 Re­ze­pte rei­chen

Gerade ganz am Anfang der Umstellung auf die Beikost wird das Baby ganz langsam Schritt für Schritt an die neuen Lebensmittel herangeführt. Viele Babys sind bereits von einzelnen neuen Lebensmitteln stark gefordert und brauchen bis zu 10 Probierversuche, bis sie diese akzeptieren. Besonders in dieser Anfangsphase können Sie Ihr Baby leicht überfordern, wenn Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Rezepte anbieten. Dieser Anfangszeitraum kann wenige oder auch mehrere Wochen dauern. Kochbücher mit hunderten von Rezepten sind in dieser Zeit überflüssig.

Hat sich Ihr Baby nach einiger Zeit an das neue Essen gewöhnt, sollten die Lebensmittel vielfältiger werden. Ihr Baby sollte viele unterschiedliche Lebensmittel angeboten bekommen, das ist wichtig für die Geschmacksbildung und damit Ihr Baby sich auch als Erwachsener vielseitig ernährt. Wichtig ist hierbei aber, dass pro Mahlzeit nicht zu viele Geschmacksrichtungen vermischt werden, da das Baby sonst nicht lernt wie die einzelnen Lebensmittel schmecken.

Wenn Sie also ein Mittagessen mit 3 unterschiedlichen Gemüsesorten, 2 Fleischsorten, Kartoffeln und Nudeln zubereiten, wird das Ihr Baby überfordern. Dieses Beispiel ist natürlich etwas übertrieben, aber ich sehe in der Zutatenliste vieler Beikostrezepte und auch vieler Fertigbreie mindestens 2 Gemüse-, Obst- oder Getreidesorten. Eine Sorte Obst, Gemüse, Getreide/Kartoffeln, Fleisch oder Fisch pro Rezept reicht jedoch völlig aus. Wieso sollten Sie sich also so viel Arbeit machen, wenn es für Ihr Baby keinen Vorteil bringt. Gleiches gilt übrigens natürlich auch dann, wenn Sie Fertigbrei im Gläschen kaufen möchten.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, ob das auf Dauer nicht zu wenig abwechslungsreich für Ihr Baby ist. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Baby bis zur Beikosteinführung ausschließlich Milchmahlzeiten in Form von Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung bekommen hat und diese auch während der Beikostzeit morgens, zwischendurch und nachts bekommt. Diese Milchmahlzeiten sind Ihrem Baby bisher auch nicht zu langweilig geworden. Dazu kommt, dass Sie zwischen dem Beginn des 10. und 12. Lebensmonats mit der Umstellung auf das Familienessen beginnen können, das mit der Zeit auch gewürzt sein darf. Hier kommt dann ganz von alleine jede Menge Abwechslung in den Speiseplan Ihres Kindes.

We­lche 3 Re­ze­pte Sie brau­chen

Brei-Re­ze­pte

Jetzt wissen Sie weshalb 3 Rezepte ausreichend sind, aber welche 3 Rezepte sind das?

1. Rezept: Kartoffel-Gemüse-Fleisch-/Fisch-Brei

Dieses Rezept besteht aus

  • einer Gemüsesorte
  • Kartoffel oder einem Getreideprodukts (z. B. Nudeln)
  • einer Fleisch- oder Fischsorte
  • Öl
  • etwas Saft

Die vegetarische Variante enthält statt Fleisch bzw. Fisch Haferflocken. Der komplette Brei enthält also schon 5 für Ihr Baby völlig neue Lebensmittel und Geschmacksrichtungen.

2. Rezept: Milch-Getreide-Brei

Das Rezept enthält folgende Zutaten

  • eine Getreidesorte
  • Milch
  • etwas Saft oder Obst

Den Saft kennt Ihr Baby bereits aus dem Mittagsbrei, neu ist aber das Getreide und die Milch.

3. Rezept: Getreide-Obst-Brei

Er wird aus folgenden Zutaten zubereitet

  • eine Obstsorte
  • eine Getreidesorte
  • Öl
  • Wasser

Da das Öl Ihrem Baby bereits aus dem Mittagsbrei und das Getreide schon aus dem Milch-Getreide-Brei bekannt sind, ist hier nur ein weiteres neues Lebensmittel enthalten.

Die genaue Rezepte mit Mengen und Anleitung für die Zubereitung sind Teil meines kostenlosen Beikost-Guides, den Sie sich als eBook im PDF-Format herunterladen können.

Re­ze­pt-Va­ri­an­ten

Etwas Abwechslung braucht es mit der Zeit, diese erreichen Sie durch das Variieren der Zutaten. Das heißt, Sie verwenden für den Mittagsbrei eine andere Gemüse- oder Fleischsorte, statt Kartoffeln mal Nudeln oder statt Fleisch Fisch. Das Rezept enthält 3 Komponenten, für die Sie andere Zutaten wählen können. Nehmen wir an, Sie wechseln ab mit 5 Gemüsesorten, 3 Getreideprodukten, 3 Fleischsorten und Fisch. Tauschen Sie immer nur eine Zutat aus, kommen Sie rechnerisch schon auf 60 verschiedene Rezeptvarianten. Beim Milch-Getreide- und Getreide-Obst-Brei funktioniert das genauso. Hier kommen Sie natürlich auf weniger Rezeptvarianten, weil die Anzahl der Zutaten, die sie austauschen können geringer ist.

Ein Beispiel sind diese 12 Rezept-Varianten, die immer das gleiche Gemüse enthalten

  • Karotte, Kartoffel, Rind
  • Karotte, Kartoffel, Huhn
  • Karotte, Kartoffel, Schwein
  • Karotte, Kartoffel, Fisch
  • Karotte, Nudeln, Rind
  • Karotte, Nudeln, Huhn
  • Karotte, Nudeln, Schwein
  • Karotte, Nudeln, Fisch
  • Karotte, Reis, Rind
  • Karotte, Reis, Huhn
  • Karotte, Reis, Schwein
  • Karotte, Reis, Fisch

Ich denke, das Prinzip wird klar, wenn Sie die Karotten jetzt noch durch 5 andere Gemüse ersetzen, erhalten Sie 60 verschiedene Rezepte und sicherlich werden Sie mehr Gemüsesorten finden.

Noch mehr Abwechslung entsteht, wenn Sie die Breimahlzeiten mit Fingerfood (Baby-led Weaning) kombinieren. Sie bieten Ihrem Kind die auch in den Breien enthaltenen Lebensmittel in stückiger Form an. Der Unterschied liegt hier nicht im Geschmack, sondern in der Konsistenz. Die festen Lebensmittel stellen für Ihr Baby eine neue Herausforderung dar. Wie fühlt sich das im Mund an? Wie bekommt man davon jetzt etwas runter? Was tun, wenn man ein Stück im Mund hat? Alles Dinge, die Ihr Kind erst lernen muss.

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