Schaumig, schleimig, flüssig: Wie sieht Durchfall bei Babys aus?
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In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie erkennen können, ob Ihr Baby Durchfall hat und ob das schlimm ist, wann Sie zum Arzt gehen sollten, welche Ursachen Durchfall haben kann und was Sie (auch vorbeugend) bei Durchfall tun können. Die Informationen beziehen sich auf ausschließlich gestillte bzw. mit der Flasche gefütterte Säuglinge. Wenn Sie bereits mit Beikost begonnen haben, kann es weitere Ursachen für weichen oder flüssigen Stuhl geben.
Achtung: Der Artikel dient lediglich Ihrer Information, er ersetzt selbstverständlich in keinem Fall die individuelle Beratung durch einen Kinderarzt. Ganz im Gegenteil: Sie sollten immer umgehend einen Kinderarzt aufsuchen, wenn Ihr Baby Durchfall hat, weil bei Babys (und auch Kleinkindern) durch den Verlust von Flüssigkeit und Salzen schnell die Gefahr der Austrocknung besteht.
Damit Sie dem Inhalt meines Artikels nicht einfach „blind vertrauen“ müssen, führe ich gleich hier auch andere Informationsquellen auf, damit Sie alle Informationen selbst überprüfen können und sie Ihnen auch in der aktuellsten Version zur Verfügung stehen.
- S2k-Leitlinie Akute infektiöse Gastroenteritis im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter
- Elterninformation zu Durchfall der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V (DGKJ) Auf dieser Seite können Sie sich die Infos als PDF herunterladen.
- Artikel Durchfall bei Babys und Kleinkinder der AOK
- Artikel zur Verdauung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
- Artikel zu Babykot veröffentlicht auf der Seite der La Leche Liga e. V.
- Artikel Verfärbter oder entfärbter Stuhl des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte im Netz e. V. (BVKJ)
- Artikel zu Fencheltee des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte im Netz e. V. (BVKJ)
Inhaltsverzeichnis
Wie oft sollten Babys Stuhlgang haben?
Das erste Babykacka – Mekonium / Kindspech – sollte in den ersten 48 Stunden nach der Geburt ausgeschieden werden – noch besser innerhalb der ersten 24 Stunden. Es kann dann nochmal 2 – 3 Tage dauern, bis der Darm komplett frei davon ist. Wenn Mekonium nach 48 Stunden noch nicht ausgeschieden wurde, sollte ein Kinderarzt genauer hinschauen.
In diesen ersten 48 Stunden sollte es mindestens 3 Kacka-Windeln geben.
Ab dem 3. bis 4. Tag nach der Geburt sollten Babys laut La Leche Liga ca. 3 Kacka-Windeln pro Tag in der Größe einer 2-Euro-Münze haben. Bei vielen vollgestillten Babys kommt das Kacka aber oft viel häufiger, auch 9mal pro Tag kann normal sein. Wenn Sie der gelbe bis bräunliche Muttermilchstuhl bzw. Pre-Milchstuhl mit schwärzlichen Mekonium mischt, kann das Kacka grünlich aussehen.
In den ersten ca. 6 Wochen nach der Geburt sollte Urin- und Stuhlmenge zunehmen, weil die Milchmenge, die getrunken wird, ebenfalls zunimmt. Bei Stillbabys hat das Kacka meistens einen Gelbton, bei Pre-Milch-Babys ist es oft bräunlicher, manchmal auch grünlich. Sollten es weniger als 3 Kacka-Windeln pro Tag oder die Stuhlmenge gering sein, sollten Sie prüfen, ob das Baby genug Milch trinkt und ggf. den Kinderarzt oder eine Stillberaterin aufsuchen.
Im Alter von 6 – 8 Wochen werden die Kacka-Windeln häufig (aber nicht immer) sehr plötzlich seltener, was manchmal auch mit vermehrtem Pupse und quengeln einher geht.
Stillbabys
Vollgestillte Babys im Alter von 3 – 5 Monaten können bis zu 14 Tage keinen Stuhlgang haben. Solange der Stuhl weich ist, ist das normalerweise kein Problem. Wenn es dann soweit ist, muss die Windel Höchstleistung erbringen. Nicht selten kommt die vollständige Ladung aber über mehrere Tage verteilt und anschließend kommt dann wieder einige Tage gar kein Stuhl.
Eine Mama hat mir mal erzählt, dass sie regelrecht Angst vor der vollen Windel hat, weil sie sowieso eine kleine Kacka-Phobie hat und den Windelwechsel gerne Papa überlässt, wenn das möglich ist. Sie hatte Bedenken, weil Papa nicht immer zur Stelle sein kann, auch nicht, wenn er nur so selten zum Einsatz kommen muss. Später hat sie mir erzählt, dass es gar nicht so schlimm war, wie sie dachte.
Flaschenbabys
Flaschenbabys im Alter von 3 – 5 Monaten können nur alle 2 – 3 Tage Stuhlgang haben, ich habe von einem Kinderarzt auch schon gehört, dass es bis zu 7 Tage sein können. Normalerweise ist das kein Problem, wenn der Stuhl weich ist.
Achten Sie darauf die Pre-Milch immer genau nach Packungsanleitung anzumischen, zu viel Milchpulver kann zu hartem Stuhl und Bauchschmerzen führen.
Sollte der Stuhl Ihres Still- oder Flaschenbabys hart und trocken sein, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen, da das ein Zeichen dafür sein kann, dass Ihr Baby zu wenig Milch trinkt.
Sehr oft kommt das Kacka übrigens direkt nach dem Stillen oder der Flasche, manchmal auch schon während des Trinkens. Das ist ganz normal, weil die Nahrungsaufnahme die Verdauung anregt und der Stuhl im Darm wird weiter nach unten geschoben und am Darmende angekommen eben auch gleich rauskommt.
Der Geruch des Kackas von Stillbabys ist nicht intensiv oder unangenehm. Das Kacka von Flaschenbabys riecht leicht unangenehm bis stechend. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, selbst wenn mein kein Elternteil des Baby ist, riecht Stillstuhl deutlich angenehmer als Pre-Milch-Stuhl.
Die Konsistenz des Kackas ist bei Stillbabys meist ziemlich weich bis flüssig, oft sieht es wie gelber körniger Frischkäse aus. Bei Pre-Milch-Babys ist das Kacka dagegen eher cremig.
Mit ca. 6 Monaten bzw. mit Einführung der Beikost verändern sich Häufigkeit, Konsistenz, Farbe und Geruch des Kackas.
Schaumig, schleimig, flüssig: Wie sieht Durchfall bei Babys aus?
Bei folgenden Symptomen spricht man bei Babys von Durchfall (siehe auch AOK-Fachartikel)
- Der Babystuhl riecht anders und unangenehmer als sonst.
- Ihr Baby füllt die Windel deutlich häufiger und flüssiger als üblich.
Schleimiger und schaumiger Stuhlgang bei Babys kann ein Anzeichen für eine Erkrankung sein, insbesondere, wenn er in Kombination mit Durchfall und/oder üblem Geruch auftritt.
Schaumiger oder schäumender Stuhl (zum Teil auch grünlich) kann aber auch ungefährliche Ursachen haben z. B. kann er durch Blähungen verursacht werden. Diese Blähungen können durch viel Milchzucker, der über die Muttermilch aufgenommen wird, wenn das Baby oft, aber nur kurz trinkt ausgelöst werden. Schaumiger Muttermilchstuhl bei Babys kann auch durch eine Unverträglichkeit verursacht werden. Da die Ursachen vielfältig sein können, würde ich bei schaumigem Babystuhl vorsorglich zum Kinderarzt gehen.
Auch schleimiger Stuhl kann ungefährliche Ursachen haben. Er kann z. B. durch größere Mengen Speichel, die beim Zahnen verschluckt werden, verursacht werden oder durch Schleim, der bei einer Erkältung nicht aus der Nase, sondern in den Rachen läuft, also verschluckt wird. Er kann aber auch durch Erkrankungen, Allergien (z. B. Kuhmilcheiweißallergie) oder Unverträglichkeiten verursacht werden, weshalb ich auch hier einen vorsorglichen Arztbesuch empfehlen würde.
Insbesondere bei gestillten Säuglingen ist es nicht so einfach Durchfall zu erkennen, weil der Muttermilchstuhl sowieso oft ziemlich flüssig, wässrig, dünn ist und häufig am Tag kommt, so dass bei manchen Babys sogar 9mal Kacka pro Tag normal sein kann. Gestillte Neugeborene haben selten Durchfall. Im Zweifel sollten Sie sich aber auch hier von einem Kinderarzt beraten lassen.
Ist Durchfall bei Babys schlimm?
Da Durchfall immer zum Verlust von Flüssigkeit und Salzen führt, kann er für Säuglinge schnell gefährlich werden, weil er bei Babys und auch Kleinkindern schnell zur Austrocknung des Körpers führen kann.
Je jünger das Neugeborene, desto gefährlicher ist laut DGKJ ist der Wasserverlust.
Wann sollte man bei Durchfall bei Babys zum Kinderarzt gehen?
Da bei Säuglingen und Kleinkindern durch den Verlust an Flüssigkeit und Salzen bei Durchfall die Gefahr der Austrocknung besteht, sollten Sie laut DGKJ umgehend einen Kinderarzt aufsuchen.
Bei manchen Kinderärzten ist eine telefonische Beratung möglich, bei der entschieden wird, ob Sie in die Praxis kommen sollten oder nicht.
Sie sollten insbesondere dann einen Arzt aufsuchen, wenn
- häufig pro Tag große Mengen wässriger Stuhl auftreten.
- Ihr Baby jünger als 7 Monate ist oder weniger als 8 kg wiegt (besonders Frühgeborene)
- der Stuhl oder die Pupse Ihres Babys faulig oder unangenehm riechen.
- die Stuhlfarbe sehr hell, weiß, grau oder entfärbt ist.
- Ihr Baby einen stark geröteten, wunden Po hat, der nicht innerhalb von 2 Tagen besser wird.
- Erbrechen, Fieber*, Blut im Stuhl (der Stuhl kann dadurch rot oder schwarz aussehen) hinzukommen oder Sie den Eindruck haben, dass Ihr Baby Schmerzen hat.
- andere Krankheiten vorliegen, insbesondere des Darms, der Nieren oder eine Stoffwechselerkrankung.
- Ihr Baby teilnahmslos wirkt und/oder nicht trinkt oder sich einfach deutlich anderes verhält als sonst, insbesondere, wenn der Stuhl gleichzeitig grün wird, obwohl er vorher eine andere Farbe hatte.
- Ihr Baby bereits Anzeichen von Austrocknung zeigt wie trockene Lippen, Schläfrigkeit, geringe Menge an Pipi.
- Ihr Baby nicht gut gedeiht (Entwicklungsstörungen).
- Sie sich einfach unsicher fühlen.
*Wenn die Temperatur bei Babys unter 3 Monaten über 38 C beträgt, sollten Sie unverzüglich einen Arzt bzw. ein Krankenhaus aufsuchen. Teilweise wird das sogar für Babys unter 6 Monaten empfohlen. Mehr Informationen dazu finden Sie im Artikel Fieber bei Kindern: Wann zum Arzt? der Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Institution des Bundesministeriums für Gesundheit.
Folgende Informationen, sind wichtig für Kinderärzte. Daher sollten Sie sie beim Arztbesuch parat haben
- Wie oft kommt Stuhlgang? Welche Menge?
- Welche Farbe? Wie riecht der Stuhlgang?
- Wie hart oder wie weich? Wässrig, flüssig, weich, matschig, breiig, eine Wurst, Kügelchen?
- Wie läuft es mit dem Bäuerchen und dem Pupsen?
- Weitere (Krankheits-)Symptome?
- Ist das Baby gut oder schlecht drauf? Oder sehr ruhig oder müde?
- Trinkt es weniger als sonst?
- Andere Erkrankungen?
Klingt vielleicht komisch, aber Im Zweifel nehmen Sie einfach ein Foto des Windelinhaltes mit. Fotografieren Sie die vollständige Windel, nicht nur den Windelinhalt als Nahaufnahme, damit die Menge besser eingeschätzt werden kann.
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Welche Ursachen hat Durchfall bei Babys?
Sehr oft ist die Ursache für Durchfall eine Darminfektion, die durch Viren (z. B. Rotaviren, Noroviren) oder Bakterien (z. B. Salmonellen oder Kolibakterien) ausgelöst wurde. Die Erreger gelangen meistens über die Hände oder über Lebensmittel in den Mund.
Durchfall kann aber auch in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen (z. B. Erkältung oder Mittelohrentzündung) oder auch dem Zahnen auftreten.
Die Ursache für Durchfall bei Babys können aber auch Allergien (z. B. Milcheiweißallergie) oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z. B. Laktoseintoleranz), Vergiftungen, Nebenwirkungen von Impfungen oder Medikamenten (z. B. Antibiotika) oder chronische Erkrankungen ( z. B. Morbus Crohn) sein.
Wenn Sie eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie vermuten, sollten Sie Ihr Baby immer von einem Arzt darauf testen lassen, bevor Sie eine Ernährungsumstellung vornehmen.
Was kann man vorbeugend gegen Durchfall tun?
Um Durchfallerkrankungen vorzubeugen, können Sie auf eine gute Händehygiene achten, insbesondere, wenn Sie selbst erkrankt sind, da Bakterien und Viren meistens über die Hände in den Mund gelangen.
Stillen (auch teilweises Stillen) stärkt das Immunsystem Ihres Babys und beugt so Durchfall vor.
Wenn Sie Pre-Milch in der Flasche geben, sollten Sie diese immer frisch zubereiten und die Flasche nach dem Gebrauch zeitnah und gründlich reinigen. In fertig zubereiteter Flaschenmilch vermehren sich Bakterien sehr schnell.
Gegen manche Viren können Sie Ihr Baby auch impfen lassen.
Was kann man bei akutem Durchfall bei Babys tun?
Ich persönlich würde Ihnen raten auf jeden Fall zum Kinderarzt zu gehen und sich dort individuell beraten zu lassen.
Sollten Sie nicht gleich die Möglichkeit haben einen Arzt aufzusuchen (Notfall), ist es am wichtigsten den Verlust an Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyte) mit Hilfe einer Trinklösung aus der Apotheke zu ersetzen. Hierzu können Sie sich in einer Apotheke beraten lassen. Die Trinklösung können Sie auch in Ihrer Haus- oder Reiseapotheke für alle Fälle bereithalten. Stillbabys können zwischen dem Füttern der Elektrolytlösung angelegt werden. Flaschenbabys sollten die gewohnte Säuglingsmilch (in der normalen Konzentration, also nicht verdünnt) bekommen, sobald sie durch die Elektrolytlösung wieder gut mit Flüssigkeit versorgt sind.
Waschen Sie sich außerdem häufig und gründlich die Hände, um die Ansteckung von weiteren Familienmitgliedern zu verhindern.
- Nach jedem Toilettengang.
- Nach dem Windelwechsel.
- Vor jedem Essen.
- Vor der Zubereitung von Mahlzeiten.
- Mit warmem Wasser und Seife.
Die Verwendung sogenannter „Hausmittel“ wird nicht empfohlen, auch kein Fencheltee, da Kinder unter 4 Jahren keinen Fencheltee bekommen sollten.
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Fazit
Sehr weiches Kacka bei Babys kann einerseits völlig normal, andererseits aber auch ein Anzeichen für eine Erkrankung sein, insbesondere wenn die Veränderung sehr plötzlich auftritt und mit einem unangenehmen Geruch des Stuhls verbunden ist.
Da bei Babys (und auch Kleinkindern) durch den Verlust von Flüssigkeit und Salzen schnell die Gefahr der Austrocknung besteht, sollten Sie im Zweifel immer umgehend einen Kinderarzt aufsuchen.
Häufig gestellte Fragen
Da flüssiger oder breiiger Stuhl bei Babys grundsätzlich normal ist, ist Durchfall nicht so leicht zu erkennen. Anzeichen für Durchfall bei Babys sind unangenehm riechender Stuhl oder wenn der Stuhlgang deutlich häufiger und flüssiger als sonst ist. Da bei Säuglingen laut DGKJ durch den Verlust an Flüssigkeit und Salzen bei Durchfall die Gefahr der Austrocknung besteht, sollten Sie umgehend einen Kinderarzt aufsuchen.
Schleimiger oder schaumiger Stuhl bei Babys kann harmlos sein z. B. kann er auftreten, wenn beim Zahnen viel Speichel verschluckt wird oder gestillte Babys oft aber nur kurz trinken und dadurch zu viel Milchzucker aufnehmen. Aber auch bei vielen Erkrankungen oder Unverträglichkeiten kommt es zu schleimigem oder schaumigem Stuhlgang. Daher sollten Sie vorsorglich immer einen Kinderarzt aufsuchen, insbesondere, wenn der schleimige Stuhl mit Durchfall einhergeht.
Durchfall bei Babys kann durch Infektionen durch Viren (Rotaviren, Noroviren) oder Bakterien (Salmonellen, Kolibakterien), aber auch durch Allergien (Milcheiweißallergie) oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktoseintoleranz) verursacht werden. In manchen Fällen kann Durchfall auch durch Vergiftungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Impfungen oder chronische Erkrankungen ausgelöst werden.
Die Dauer hängt vom Erreger und der Behandlung ab. Bei richtiger Behandlung dauert Durchfall bei Babys ca. 2 – 3 Tage. Wird der Durchfall nicht oder nicht richtig behandelt, kann es auch länger dauern und es besteht die Gefahr der Austrocknung.
Zur Vorbeugung von Durchfallerkrankungen können Sie stillen (stärkt das Immunsystem), Pre-Milch immer frisch zubereiten, auf gute Händehygiene achten und die angebotenen Schutzimpfungen gegen bestimmte Viren vornehmen lassen.
Da laut DGKJ bei Säuglingen durch den Verlust an Flüssigkeit und Salzen bei Durchfall relativ schnell die Gefahr der Austrocknung besteht, sollten Sie nicht abwarten, sondern umgehend einen Kinderarzt aufsuchen. Besonders zu empfehlen ist der Arztbesuch, wenn Ihr Baby jünger als 7 Monate ist oder weniger als 8 kg wiegt (besonders Frühgeborene), der Stuhl faulig oder unangenehm riecht, eine sehr helle, weiße, graue oder entfärbte Farbe hat, der Po sehr wund ist. Außerdem natürlich, wenn Symptome wie Erbrechen, Fieber, Blut im Stuhl, lethargisches Verhalten, Anzeichen von Austrocknung oder Ähnliches hinzu kommen. Mehr Details finden Sie im Artikel.
Wenn Sie nicht sofort die Möglichkeit zu einem Arztbesuch haben, ist es am wichtigsten den Verlust an Flüssigkeit und Salzen (Elektrolyte) zu ersetzen. Hierzu können Sie sich in einer Apotheke beraten lassen. Die Trinklösung können Sie auch in Ihrer Haus- oder Reiseapotheke für alle Fälle bereithalten. Die Verwendung sogenannter „Hausmittel“ wird nicht empfohlen. Auch auf Fencheltee sollten Sie verzichten, da Kinder unter 4 Jahren laut BVKJ keinen Fencheltee erhalten sollten.
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Kommentare
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Hallo, ich bin Barbara Eder.
Ich begleite und berate seit über 10 Jahren Familien und weiß genau, welche Fragen sich Eltern beim Thema Ernährung stellen. Für meine Artikel übersetze ich viele Seiten Fachchinesisch aus AWMF-Leitlinien, Empfehlungen der Bundesministerien, der DGE und des BfR für Sie.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Besonders wichtig ist mir, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.