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Beikost Plan Baby? Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bei Google gibt es monatlich über 1000 Suchanfragen zum Suchbegriff „Beikost Plan Baby“. Viele Eltern wünschen sich also eine einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Beikosteinführung. Sie ebenfalls? Dann lesen Sie gleich weiter.

Inhaltsverzeichnis

Ist die Ein­füh­rung nach einem "Bei­kost Plan Baby" über­haupt sinn­voll?

Jein… jedes Baby entwickelt sich in seiner individuellen Geschwindigkeit, daher ist es schwer dafür einen Plan aufzustellen, nach dem strikt vorgegangen werden kann. Grundsätzlich durchlaufen aber alle Babys die gleichen Entwicklungsschritte, wenn auch eventuell in einer anderen Reihenfolge oder Geschwindigkeit. Daher ist es sinnvoll einen Plan zu haben, der Überblick verschafft, diesen dann aber an die individuelle Entwicklung des Kindes anzupassen. Alle Pläne in diesem Artikel sind als Anhaltspunkte zu verstehen, die Ihnen einen Überblick verschaffen sollen. Sie müssen, aber trotzdem selbst die Entwicklung Ihres Babys beobachten.

Ich habe einen Beikost-Plan erstellt, den ich in drei Übersichten unterteilt habe. Diese drei Übersichten zeige und erläutere ich in diesem Artikel. Am Ende des Artikels können Sie sich den kompletten Plan kostenlos als PDF herunterladen.

Über­­sicht 1 im Bei­kostplan: Er­­näh­­rungs­­pha­­sen im 1. Le­­bens­­jahr des Babys

Zeit­li­cher Ab­lauf

Bis Ende des 4. Monats

In diesem Zeitraum sollte voll gestillt bzw. die Flasche gegeben werden, da die Verdauung bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit für andere Lebensmittel ist. Das Baby bekommt also tagsüber und nachts ausschließlich Milchmahlzeiten. Häufigkeit und Menge richten sich nach dem individuellen Bedarf des Babys. Dies entspricht der Handlungsempfehlung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Zwischen dem Beginn des 5. und 7. Monats

In diesem Zeitraum ist das Baby für die Beikosteinführung bereit. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn das Baby die sogenannten Reifezeichen zeigt. Die Übersicht zeigt, wie die Ernährung des Babys nach erfolgter Beikosteinführung aussieht. Mittags, nachmittags und abends bekommt das Baby Brei und ein Getränk. Morgens, nachts und zwischendurch bekommt es Milchmahlzeiten. Häufigkeit und Menge richten sich weiter nach dem Bedarf des Babys. Die Einzelschritte bis zur vollständigen Beikosteinführung sind in der nächsten Übersicht dargestellt.

Im Moment gibt es den Trend, auf Brei zu verzichten und direkt zu stückigen Lebensmitteln überzugehen. Diese Art der Beikosteinführung wird als breifrei oder Baby-led Weaning (BLW) bezeichnet. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in meinem Artikel Was ist besser? Brei oder Fingerfood?

Wenn Sie Ihr Kind vegetarisch ernähren möchten, ist das möglich. In diesem Fall wird das Fleisch bzw. der Fisch durch Haferflocken ersetzt. Eine vegane Ernährung von Kinder wird nicht empfohlen, da sie aufgrund ihres schnellen Wachstums einen hohen Nährstoffbedarf haben, so dass eine vegane Ernährung zu Nährstoffmangel führen kann. Diese Empfehlung gibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Zwischen dem Beginn des 10. und 12. Monats

Nun ist das Baby bereit am Familienessen teilzunehmen. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie daran, dass das Baby reges Interesse an allem, was Sie selbst oder andere essen zeigt. In der Übersicht ist die Ernährung des Babys nach erfolgter Umstellung auf das Familienessen zu sehen. Die meisten Kinder benötigen 5 Mahlzeiten pro Tag, da sie pro Mahlzeit noch nicht so große Mengen essen. Manche Kinder kommen aber auch schon mit nur 3 Mahlzeiten zurecht. Die Mahlzeiten bestehen aus dem Frühstück, Mittag- und Abendessen (Hauptmahlzeiten) und jeweils einer Zwischenmahlzeit am Vor- und Nachmittag. Während der Übergangsphase kann zwischen Brei bzw. Milchmahlzeiten und Familienessen gewechselt werden. Sie können weiter stillen, solange Sie selbst und das Baby es möchten. Zahnärzte empfehlen, die Flasche ab dem 1. Geburtstag abzugewöhnen. Zu jeder Mahlzeit und zwischendurch sollte es Getränke geben.

Rei­fezei­chen

  • das Baby kann mit Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf selbst halten (wichtigstes Reifezeichen)
  • es interessiert sich dafür, was andere essen
  • es steckt sich selbst Dinge in den Mund
  • es öffnet den Mund, wenn Nahrung angeboten wird
  • es drückt die Nahrung nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund

Eine detaillierte Beschreibung der Entwicklung Ihres Babys finden Sie in meinem Artikel Wann und wie Sie am Besten mit der Beikost starten ohne sich oder Ihr Kind zu stressen.

Über­sicht 2 im Bei­kostplan: Er­näh­rungs­pha­sen in der Bei­kost­zeit

In dieser Übersicht sind die Einzelschritte der Beikosteinführung zu sehen.

Zwischen Beginn des 5. und 7. Monats – wenn das Baby die oben genannten Reifezeichen zeigt – wird mittags der Kartoffel-Gemüse-Fleisch-Brei oder die vegetarische Variante eingeführt. Die genaue Vorgehensweise für die Einführung dieses ersten Breis finden Sie in der nächsten Übersicht.

Klappt das Essen des Mittagsbreis gut, wird ein Monat später – frühestens mit Beginn des 6. Monatsabends der Milch-Getreide-Brei eingeführt.

Wenn das Essen des Abendbreis ebenfalls gut klappt, wird ein Monat später – frühestens mit Beginn des 7. Monats – nachmittags der Getreide-Obst-Brei eingeführt. Mit der Einführung des 3. Breis sollte das Baby auch ca. 200 ml Wasser trinken.

Wie schnell die Breie letztendlich eingeführt werden und die Portionsgrößen bestimmt das Baby. Bei manchen Kindern dauert es wie beschrieben drei Monate bei anderen geht es es langsamer, so dass sich die Einführung über einen längeren Zeitraum erstreckt.

Die Reihenfolge von Abend- und Nachmittagsbrei kann auch geändert werden. Eine detaillierte Hintergrundinformationen zur Reihenfolge der Breie finden Sie in meinem Artikel Wann und wie Sie am Besten mit der Beikost starten ohne sich oder Ihr Kind zu stressen.

Die genauen Rezepte mit Mengen und Anleitung für die Zubereitung sind Teil meines kostenlosen Beikost-Guides, den Sie sich als eBook im PDF-Format herunterladen können.

Über­sicht 3 im Bei­kostplan: Ein­füh­rung des ersten Breis

Diese Übersicht zeigt die Einzelschritte für die Einführung des ersten Breis.

Zunächst bekommt das Baby wenige Löffel einer einzigen Gemüsesorte zum Probieren. Dann versucht man die Menge langsam auf ca. 100 g zu erhöhen. Nicht jedes Kind ist sofort Feuer und Flamme für die neuen Lebensmittel. Erschrecken Sie also nicht, wenn Ihr Kind zunächst das Gesicht verzieht. Viele Kinder müssen bis zu 10mal probieren, um sich an den neuen Geschmack zu gewöhnen.

Klappt das gut, wird das Gemüse um eine Kartoffel und Öl ergänzt. Die Gemüsesorte bleibt die Gleiche. 

Klappt auch das gut, wird der Kartoffel-Gemüse-Brei um Fleisch oder Fisch oder, bei der vegetarischen Variante, um Haferflocken ergänzt.

Im letzten Schritt kommt noch Saft hinzu. Dadurch wird das im Fleisch bzw. den Haferlocken enthaltene Eisen besser aufgenommen. Ebenfalls zur Verbesserung der Eisenaufnahme enthalten weder Mittagsbrei noch Getreide-Obst-Brei Milch.

Es sollte frühestens alle 3 Tage ein neues Lebensmittel dazukommen, damit sich das Baby und seine Verdauung an das neue Lebensmittel gewöhnen kann. In dieser Zeit kann es durchaus auch mal zu Verstopfung kommen. Außerdem erkennen Sie so besser, wenn eine Allergie vorliegen sollte.

Eine detaillierte Informationen zur Einführung des ersten Breis finden Sie in meinem Artikel Wann und wie Sie am Besten mit der Beikost starten ohne sich oder Ihr Kind zu stressen.

Was Sie außer­dem wis­sen sollten!

Brei selbst ko­chen

Viele Eltern scheuen den Aufwand Brei selbst zu kochen. Das Kochen der Breie ist jedoch deutlich weniger Aufwand, als gedacht. Insbesondere die Zubereitung des Milch-Getreide-Breis und des Getreide-Obst-Breis. Einige denken auch, dass die Hersteller von Babynahrung das besser können als sie selbst oder man ein guter Koch sein muss. Beides ist jedoch ein Irrtum. Mehr Informationen dazu finden Sie in meinen Artikeln Brei selbst kochen oder kaufen und Warum 3 Rezepte für die Beikostzeit reichen und Kochbücher überflüssig sind

Ab wann Kuhmilch

Häufig wird auch die Frage gestellt, ob es wirklich sinnvoll ist, mit dem Milch-Getreide-Brei auch Kuhmilch einzuführen bzw. ab wann und wie viel Kuhmilch Kinder bekommen sollten. Zu diesem Thema habe ich ebenfalls einen ausführlichen Artikel geschrieben: Warum und ab wann Kuhmilch für Babys empfohlen wird

Aller­gien ver­meid­en

Nach heutigem Kenntnisstand sollten Sie Lebensmittel, die möglicherweise Allergien auslösen können (z. B. Getreide, Kuhmilch, Fisch) zusammen mit der Beikost einführen. Am besten während gleichzeitig weiter gestillt wird. Diese Vorgehensweise senkt das Risiko, dass Allergien entstehen. Dies entspricht der Empfehlung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes.

Pro­duk­te für die Bei­kost­ein­füh­rung

Eltern werden auch im Zusammenhang mit der Beikosteinführung mit einer Vielzahl von Produkten, die sie „wirklich unbedingt brauchen“ konfrontiert. Die meisten davon brauchen Sie jedoch nicht. Welche das sind lesen Sie in meinem Artikel Welche Produkte Sie keinesfalls für die Beikosteinführung brauchen. Was dagegen wirklich sinnvoll ist, erfahren Sie in meinem kostenlosen Beikost-Guide als eBook im PDF-Format. Er enthält meine persönlichen, unabhängigen Produktempfehlungen für die ich keinerlei Bezahlung oder Ähnliches erhalte.

Feh­ler ver­mei­den

Und zu guter Letzt machen sich viele Eltern Sorgen, darüber Fehler zu machen. Aus diesem Grund habe ich häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden im Artikel Vermeiden Sie die 6 häufigsten Fehler bei Einführung der Beikost zusammengestellt.

Gu­te Vor­be­rei­tung

Je besser Sie sich auf die Beikosteinführung vorbereiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie und Ihr Baby stressfrei von Milch auf Brei umstellen. Mein Onlinekurs „Einfach Beikost einführen mit nur 3 Rezepten“ bereitet Sie optimal vor. Sehen Sie sich einfach mal an, ob er etwas für Sie ist.

"Bei­kost Plan Baby" kosten­los her­unter­la­den

Wie versprochen, können Sie sich hier den kostenlosen Beikost-Plan mit allen 3 Übersichten als PDF herunterladen.

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Mir ist eine gesunde, einfache Ernährung wichtig, bei der der Genuss nicht zu kurz kommt.