Was ist besser Stillen oder Flasche? Vor- und Nachteile
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Welche Vorteile und Nachteile hat das Stillen? Welche das Füttern mit der Flasche? Was ist besser für Mutter und Kind? Stillen oder Flasche?
Inhaltsverzeichnis
Was ist besser? Stillen oder Flasche Vor- und Nachteile
Die S3-Leitlinie zum Thema Stillen empfiehlt bis zum Ende des 6. Monats ausschließlich zu stillen und mindestens zum Ende des ersten Lebensjahres weiter zu stillen. Aber nicht jede Mutter kann oder möchte das.
Vorteile: Warum ist stillen gut für Baby und Mutter?
Die Zusammensetzung der Muttermilch ist individuell, genau Baby aufs abgestimmt. Wenn der Hunger kommt, ist Muttermilch sofort verfügbar und muss nicht erst zubereitet werden. Sie hat auch immer die richtige Temperatur und ist kostenlos, wenn man einmal von wenigen Utensilien wie Stilleinlagen absieht (siehe auch Regierungsnetzwerk Gesund ins Leben).
Rückbildung und Schutz: Vorteile des Stillens für die Mutter
- fördert die Gebärmutterrückbildung
- senkt das Brustkrebsrisiko
- senkt das Eierstockkrebsrisiko
Vorteile von Muttermilch für Neugeborene
- stärkt Immunsystem
- senkt das Risiko für plötzlichen Kindstod
- senkt das Risiko für akute Mittelohrentzündung
- senkt das Risiko für Magen-Darm-Infekte
- senkt das Risiko für späteres Übergewicht
Flexibilität im Alltag: Welche Vorteile hat die Flasche?
Das Füttern mit Babynahrung kann jederzeit und ohne Vorbereitung von anderen übernommen werden. Toll ist auch, dass Säuglingsmilchnahrung verfügbar ist, wenn Sie nicht oder nicht ausreichend stillen können. Außerdem erfordert Füttern mit dem Fläschen kaum Übung.
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Geduld und Abhängigkeit: Welche Nachteile hat das Stillen?
Die Brust geben erfordert anfangs häufig einige Geduld und Übung. Das Füttern kann nur mit Vorbereitung (abpumpen) von Dritten übernommen werden und ist nicht bei allen Frauen möglich.
Zubereitung und Kosten: Welche Nachteile hat die Flasche?
Die Zusammensetzung ist unabhängig vom Baby immer gleich. Säuglingsmilchnahrung enthält außerdem keine Antikörper und weniger Nährstoffe. Pre-Milch ist zwar ein Muttermilchersatz, aber eben keine Muttermilch. Die Zubereitung dauert länger, muss hygienisch erfolgen und die Milch ist immer erst mal zu heiß. Außerdem belastet das Milchpulver und alle benötigten Utensilien den Geldbeutel.
Falls Sie verwirrt sind, welche Babymilch Sie kaufen sollen, lesen Sie meinen Artikel zum Thema Welche Babynahrung.
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Und jetzt? Stillen oder nicht? Tipps für die Entscheidung
Ich würde Ihnen Folgendes empfehlen. Entscheiden Sie sich nicht gegen das Stillen, bevor Sie es ausprobiert haben. So mache Zweiflerin wird später zur größten Befürworterin des Stillens.
Gönnen Sie sich direkt nach der Geburt eine Stillberaterin
Am besten direkt schon im Krankenhaus, nicht erst, wenn es zu Problemen kommt. Bringen Sie Geduld mit, häufig ist die Erwartungshaltung das größte Problem. Und übrigens: Stillen hat keine Auswirkung auf die Brustform, Veränderungen werden bereits in der Schwangerschaft verursacht.
Wann das Umstellen auf die Flasche sinnvoll ist
Wenn das Stillen einfach nicht klappen will. In diesem Fall stellen Sie, bevor Sie und Ihr Kind total gestresst sind, ohne schlechtes Gewissen auf die Flasche um. Denn Stillen ist Liebe, Fläschen aber auch! Das bestätigt auch das Regierungsnetzwerk Gesund ins Leben.
Eine weitere häufige Frage in diesem Zusammenhang ist auch „Wie viel Milch sollten Babys trinken?“ mehr Informationen dazu finden Sie in meinem Artikel Wie viel Milch sollten Babys trinken?
Vorbereitung in der Schwangerschaft: Informieren nimmt den Druck
Nutzen Sie die Zeit der Schwangerschaft und informieren Sie sich sowohl über das Stillen als auch das Füttern mit der Flasche. Dann sind Sie auf beides optimal vorbereitet und haben direkt nach der Geburt nicht so viel Stress.
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Kommentare
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Hallo, ich bin Barbara Eder.
Ich begleite und berate seit über 10 Jahren Familien und weiß genau, welche Fragen sich Eltern beim Thema Ernährung stellen. Für meine Artikel übersetze ich viele Seiten Fachchinesisch aus AWMF-Leitlinien, Empfehlungen der Bundesministerien, der DGE und des BfR für Sie.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Besonders wichtig ist mir, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.