Rezept: Erster Gemüsebrei für Babys ab 4 Monaten
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Sie können den ersten Gemüsebrei ganz einfach selber machen. Viele Eltern denken, dass Brei fürs Baby kochen schwierig ist, aber das ist nicht der Fall, es ist wirklich ganz einfach. Das schaffen Sie auch, wenn Sie nicht gut kochen können!
Inhaltsverzeichnis
Wann dürfen Babys Gemüsebrei essen?
Aus körperlicher Sicht dürfen Babys Gemüse essen, wenn sie die Beikostreifezeichen zeigen. Bei den meisten Babys ist das zwischen dem Beginn des 5. und 7. Monats der Fall.
Die aktuelle AWMF S3-Leitlinie zum Thema Stillen empfiehlt bis zum Ende des 6. Monats ausschließlich zu stillen und nur dann ggf. früher mit der Beikost zu beginnen, wenn ein erhöhtes Allergierisiko vorliegt. Wenn Sie dieser Empfehlung folgen, können Sie also mit Beginn des 7. Monats mit Gemüsebrei starten.
Warum kein Gemüsebrei ab dem 3. Monat?
Babys sollten bevor sie den 4. Monat vollendet haben noch keinen Gemüsebrei bekommen, weil ihre Verdauung noch nicht bereit dafür ist. Auch nach dem Ende des 4. Monats ist Gemüsebrei erst dann für Ihr Baby geeignet, wenn es die Beikostreifezeichen zeigt.
Warum reinen Gemüsebrei füttern?
Anfangs sollten Sie reinen Gemüsebrei aus nur einer Gemüsesorte verwenden, da Ihr Baby bisher nur Mutter- oder Säuglingsmilch bekommen hat. Ihr Baby und auch seine Verdauung müssen sich erst an die neuen Lebensmittel gewöhnen. Wenn Sie zu schnell verschiedene Gemüsesorten mischen, überfordern Sie Ihr Baby durch zu viele neue Geschmäcker auf einmal und auch seine Verdauung kann darauf mit Beschwerden reagieren.
Geeignet ist Gemüsebrei aus Karotte oder Pastinake oder Kürbis. Mischungen wie Karotten-Pastinaken-Brei, Karotten-Zucchini-Brei, Pastinaken-Zucchini-Brei, Zucchini-Karotten-Brei sind nicht notwendig und auch noch nicht für Ihr Baby geeignet.
Das Ziel ist laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) es den vollständigen Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei einzuführen, sobald das Essen von reinem Gemüsebrei gut klappt, weil dieser Brei die meisten Nährstoffe insbesondere Eisen enthält. Die Einführung des Gemüsebreis ist also nur der allererste Schritt zum vollständigen Mittagsbrei.
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Wie lange gibt man nur Gemüsebrei?
Bis Ihr Baby ca. 100 g Gemüsebrei isst, sollten Sie laut BIÖG ausschließlich Gemüsebrei aus einer Gemüsesorte z. B. Karotte geben. Ausnahme: Wenn Ihr Baby über lange Zeit kein oder wenig Interesse an Beikost hat, sollten Sie trotzdem andere Lebensmittel ausprobieren, weil das probieren von unterschiedlichen Lebensmitteln in der Beikostzeit den Geschmack prägt und Allergien vorbeugen kann.
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Welches Gemüse als erster Babybrei zum Beikoststart?
Als erstes Gemüse eignet sich am besten Möhre, Kürbis oder Pastinake. Diese Sorten sind gut verträglich und schmecken leicht süßlich, so dass sie von Babys besser angenommen werden. Der Grund dafür ist, dass auch Mutter- oder Säuglingsmilch einen leicht süßlichen Geschmack haben und andere Gemüsesorten im Vergleich dazu sehr herb für Ihr Baby schmecken.
Wann kann ich das Gemüse wechseln?
Wenn Sie den vollständigen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei oder die vegetarische Variante langsam und Schritt für Schritt eingeführt haben, können Sie neue Zutaten z. B. eine andere Gemüsesorte ausprobieren. So merken Sie, wenn Ihr Baby eine neue Zutat nicht vertragen sollte und überfordern Ihr Baby nicht mit zu vielen neuen Geschmäckern.
Wie viel Gemüse als Beikost?
Im Rahmen des Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis beträgt die durchschnittliche Menge Gemüse, die pro Portion enthalten ist 100 g (laut BIÖG). Anfangs essen Babys jedoch sehr viel weniger und geübte Beikostesser können später auch deutlich mehr essen.
Erster Gemüsebrei: Wie viel Gemüsebrei zu Beginn?
Ganz zu Beginn bekommt Ihr Baby nur wenige Löffel Gemüsebrei zum Probieren. Nach einiger Zeit können Sie dann versuchen die Menge auf ca. 100 g zu steigern.
Warum abends keinen Gemüsebrei?
Die meisten Babys sind abends zu müde, um Gemüsebrei zu löffeln, daher wird empfohlen mittags mit dem Brei zu beginnen. Grundsätzlich können Sie den Gemüsebrei aber auch abends füttern.
Was kann ich tun, wenn mein Baby keinen Gemüsebrei isst?
Wenn Ihr Baby anfangs keinen Gemüsebrei mag, müssen Sie Geduld haben. Manche Babys müssen ein einziges neues Lebensmittel bis zu 10mal probieren, bevor sie es akzeptieren.
Grundrezept: Ersten Gemüsebrei zum Beikoststart für Babys selber machen
Zutaten
- 100 g Gemüse wie Karotte, Kürbis oder Pastinake
- Wasser
Zubereitung
- Das Gemüse waschen, schälen und nochmals waschen, um sicher zustellen, dass sich weder Erde noch Bakterien daran befinden. Die Verdauung von Babys ist lt. BfR noch deutlich empfindlicher als die von Erwachsenen.
- Das Gemüse in mittelgroße Würfel schneiden.
- Zunächst das Wasser zum Kochen bringen und dann das Gemüse dazugeben. Verwenden Sie möglichst wenig Wasser. Meistens reicht es aus, wenn das Gemüse bis zur Hälfte im Wasser liegt. Grund: Beim Kochen gehen Nährstoffe ins Wasser über, daher sollte möglichst viel des Kochwassers zusammen mit dem Gemüsebrei püriert und nicht weggeschüttet werden.
- Das Gemüse im Topf mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis es gar ist.
- Das Gemüse mit dem Kochwasser zu Gemüsebrei pürieren. Sollte der Brei zu fest sein, können Sie noch etwas Wasser dazugeben.
Das Rezept für den vollständigen Mittagsbrei, den Getreide-Obst-Brei und den Milch-Getreide-Brei finden Sie in meinem Beikost-Guide, den Sie sich für 0 Euro herunterladen können.
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Hier finden Sie 3 Rezeptvarianten des Gemüsebreis
Wie geht es nach dem Gemüsebrei weiter?
Leider gibt es keine offiziellen Empfehlungen dazu, welche Lebensmittel Eltern nach der Einführung des Mittagsbreis in welcher Reihenfolge einführen sollten. Da sich aber viele Eltern eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wünschen würden, habe ich eine genaue Anleitung erstellt, welche Lebensmittel ich in welcher Reihenfolge einführen würde.
Selbstverständlich erkläre ich auch genau, warum diese Reihenfolge aus meiner Sicht Sinn macht, damit Sie entscheiden können, ob Sie es genauso machen möchten. Sie finden diese Anleitung in meinen Praxis-Workbook Einfach Beikost einführen mit nur 3 Rezepten – werfen Sie gerne einen Blick ins Buch.
Praxis-Workbook Einfach Beikost einführen mit nur 3 Rezepten
Die aktuellen Empfehlungen und vor allem viele Praxistipps, weil die beste Theorie nur hilft, wenn man auch weiß, wie man sie im Alltag umsetzen kann.
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Kommentare
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Hallo, ich bin Barbara Eder.
Ich begleite und berate seit über 10 Jahren Familien und weiß genau, welche Fragen sich Eltern beim Thema Ernährung stellen. Für meine Artikel übersetze ich viele Seiten Fachchinesisch aus AWMF-Leitlinien, Empfehlungen der Bundesministerien, der DGE und des BfR für Sie.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Besonders wichtig ist mir, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.