Familienessen, Familie

Ernährungsplan für Babys: Was? Wie viel? Was nicht?

Die Ernährung von Babys ändert sich im ersten Jahr häufig, erstmals mit der Beikosteinführung (frühestens ab Beginn des 5. Monats), dann mit der Umstellung aufs Familienessen (frühestens ab Beginn des 10. Monats). Die Details und weiterführende Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Was Babys im ersten Le­bens­jahr es­sen

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Er­näh­rungs­plan für Babys bis min­destens zum En­de des 4. Mo­nats

Bis mindestens zum Ende des 4. Monats bekommen Babys ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsmilch. Andere Lebensmittel stehen in dieser Zeit noch nicht auf dem Speiseplan, da sie bis mindestens zu diesem Alter noch nicht verdaut werden können. Optimal wäre, wenn Ihr Baby mindestens in den ersten 4 Monaten gestillt werden würde und während der Beikosteinführung bis mindestens zum 1. Geburtstag weiter gestillt werden würde.

Ist dies nicht möglich oder möchten Sie das nicht, ist Säuglingsmilchnahrung eine Alterative. Welche Säuglingsnahrung für Babys geeignet ist lesen Sie in meinem Artikel Welche Babynahrung? Die Unterschiede zwischen Pre-, 1er- und Folge-Babymilch?. Folgemilch 2 und 3 sind weder nötig noch sinnvoll, auch wenn es leider immer wieder so dargestellt wird, als wenn diese Produkte irgendwann im zweiten Lebenshalbjahr die Pre-Milch ersetzen müssten.

Mehr Informationen dazu, warum Babys bis zum Ende des 4. Monats noch keine Beikost in Form von Brei oder Fingerfood bekommen sollten, lesen Sie in meinem Artikel Können Babys auch schon ab dem 3. Monat Babybrei essen?

Babys können ganz nach Bedarf gestillt werden oder die Flasche bekommen – immer, wenn das Baby danach verlangt, egal, ob das jede Stunde oder alle paar Stunden der Fall ist. Auch die Menge, die Babys pro Mahlzeit trinken, ist sehr unterschiedlich. Babys trinken phasenweise auch mal mehr oder weniger. Das ist völlig normal und muss nicht reguliert werden.

Baby-Guide für die ersten Monate
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Sammlung von Infos, von denen andere Mütter gesagt haben, dass sie sie gerne schon in den ersten Monaten mit Baby gehabt hätten, zu den Themen Schreien, Schlafen, Stillen, Flasche geben, Verdauung, Babyalltag.

Er­näh­rungs­plan ab Be­ginn des 5., 6. oder 7. Mo­nats

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Frühestens ab Beginn des 5. Monats können Babys neben Muttermilch oder Säuglingsmilch Beikost in Form von Brei oder Fingerfood bekommen, wenn Sie in diesem Alter bereits die Beikostreifezeichen zeigen. Manche Babys sind aber auch erst mit Beginn des 7. Monats bereit dafür.

Was Babys mit 4, 5 und 6 Monaten essen können, lesen Sie in meinem Artikel Beikost ab dem 4. Monat? Was essen Babys mit 4, 5 und 6 Monaten?

Mit der Beikosteinführung kommt als erstes der Mittagsbrei (Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei) im Essensplan dazu. Dann wird ganz langsam und schrittweise um den Milch-Getreide-Brei und den Getreide-Obst-Brei ergänzt. Wichtige Informationen zum Beikoststart und auch die Rezepte für die drei genannten Breie finden Sie in meinem Beikost-Guide, den Sie sich für 0 € herunterladen können.

Auch hier richtet sich die Breimenge ganz nach dem Hunger Ihres Babys, mal wird das mehr und mal weniger sein. Entwicklungsschritte führen manchmal dazu, dass größere Mengen gegessen werden, manchmal aber auch dazu, dass Ihr Baby phasenweise wieder mehr Mutter- oder Pre-Milch trinkt. Beides ist völlig in Ordnung und kein Grund zur Sorge.

Zusätzlich Wasser brauchen Babys erst mit Einführung der dritten Breimahlzeit. Bis dahin reicht die Flüssigkeit, die über die Muttermilch oder Säuglingsmilch aufgenommen wird völlig aus und darf auch noch nicht mit Wasser ergänzt werden. Mehr Infos dazu finden Sie in meinem Artikel Wie viel Milch und wie viel Wasser sollten Babys trinken? 

Wenn Sie sich ganz konkrete und alltagstaugliche Praxistipps für die Beikosteinführung wünschen, finden Sie jede Menge in meinem Praxis-Workbook Einfach Beikost einführen mit nur 3 Rezepten.

Beikost-Guide

Überblick über den Ablauf der Beikosteinführung inklusive Breirezepte für 0 € als PDF herunterladen.

Er­näh­rungs­plan ab Be­ginn des 10., 11. oder 12. Mo­nats

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Frühestens ab Beginn des 10. Monats können Sie mit der Umstellung auf das Familienessen beginnen. Manche Babys sind aber auch erst mit Beginn des 12. Monats bereit dafür. Babys dürfen dann schon vieles, aber noch nicht alles essen (siehe weiter unten im Artikel).

Was  Babys mit 9, 10 und 11 Monaten essen können, lesen Sie in meinem Artikel Und nach der Beikost? Das dürfen Babys mit 9, 10 und 11 Monaten essen

Mit der Umstellung auf das Familienessen bekommt Ihr Baby 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten. Es kommt häufig vor, dass Babys ab dem 1. Geburtstag weniger essen als in der Beikostzeit. Das liegt daran, dass die Entwicklung und das Wachstum in der Beikostzeit rasanter voran schreiten als bei älteren Kindern.

Generell schwanken die Essmengen auch bei Kleinkindern stark, außerdem werden Kleinkinder oft sehr wählerisch, sie bevorzugen in diesem Alter häufig einen sehr einseitigen Speiseplan. Das liegt vermutlich einfach daran, dass sie die Ernährungsempfehlungen noch nicht lesen können :-). Auch das gehört dazu und ist völlig normal.

Wenn Sie sich ganz konkrete und alltagstaugliche Praxistipps für die Umstellung von der Beikost aufs Familienessen wünschen, finden Sie jede Menge in meinem Praxis-Workbook:

Praxis-Workbook Kleinkind isst mit, wie mach ich das?

Alltagstauglich von der Beikost aufs Familienessen umstellen. Ab Beginn des 10. Monats.

Was Babys im ersten Le­bens­jahr noch nicht es­sen dür­fen

Babys dürfen grundsätzlich das nicht essen, was sie noch nicht bewältigen können. Einige Babys können schon mit Beikosteinführung Fingerfood essen andere erst gegen Ende des ersten Lebensjahres. Beides ist völlig in Ordnung.

Solange Ihr Baby mit Fingerfood nicht zurechtkommt, sollten Sie es noch weglassen. Beobachten Sie Ihr Baby und richten Sie sich nach seinen Essfertigkeiten.

Wie kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) sollten Babys z. B. noch keine der folgenden Lebensmittel essen

  • rohe tierische Lebensmittel
  • andere rohe Lebensmittel, die Krankheitserreger enthalten könnten
  • Lebensmittel, bei denen die Gefahr des Verschluckens bzw. die Aspirationsgefahr zu groß ist z. B. kleine, harte Lebensmittel
  • Lebensmittel mit für kleine Kinder ungünstigen oder sogar gesundheitsschädlichen Stoffen z. B. zu viel von bestimmten Gewürzen, Lebensmittel mit zu hohem Solanin-Gehalt, zu viel Gemüse mit hohem Nitratgehalt (Nitratempfindlichkeit nimmt ab 1 Jahr ab)
  • Lebensmittel mit erhöhtem Schadstoffgehalt
  • unsachgemäß gelagerte oder zubereitete Lebensmittel
  • stark verarbeitete Lebensmittel

Beispiele und Details finden Sie in meinem Lebensmittel-Check für kleine Kinder, den Sie sich für 0 € als PDF herunterladen können.

Außerdem sollten Babys unter 1 Jahr z. B. noch keinen Honig, kein zugesetztes Salz, keinen Zucker und nur max. 200 ml Kuhmilch pro Tag bekommen. Dieses Kuhmilchmenge ist normalerweise bereits im Milch-Getreide-Brei, der meistens als Abendbrei gefüttert wird, enthalten.

Grund für diese zusätzlichen Einschränkungen ist, dass die im Honig enthaltenen Bakterien den noch empfindlichen Darm Ihres Kindes besiedeln können. Im Fall von Salz und Eiweiß wird der Bedarf von Babys schnell überschritten wird, wenn sie mehr als 200 ml Kuhmilch pro Tag oder zugesetztes Salz bekommen. Die Nieren müssten das überschüssige Eiweiß oder Salz wieder ausscheiden, was sie belasten würde.

Lebensmittel-Check für kleine Kinder

Was kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) noch nicht essen dürfen für 0 € als PDF herunterladen.

Fazit

In den ersten 4 Monaten besteht der Ernährungsplan Ihres Babys ausschließlich aus Muttermilch oder Säuglingsmilch.

Frühestens mit Beginn des 5. Monats können Sie mit der Beikosteinführung beginnen, wenn Ihr Baby die Beikostreifezeichen zu diesem Zeitpunkt schon erfüllt. Jetzt kommen erstmals andere Lebensmittel auf den Speiseplan.

Zwischen dem Beginn des 10. und 12. Monats können Sie mit der Umstellung auf das Familienessen beginnen. Babys dürfen in diesem Alter schon viel, aber nicht alles, essen.

Checkliste stressfreies Essen mit Kindern

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Häu­fig ge­stellte Fra­gen

In den ersten Monaten sollten Sie Ihr Baby ausschließlich mit Muttermilch oder Säuglingsmilch ernähren. Frühestens ab Beginn des 5. Monats, wenn Ihr Baby die Beikostreifezeichen zeigt, können seine Ernährung mit Brei oder Fingerfood ergänzen. Frühestens mit Beginn des 10. Monats kann auf die in der Familie übliche Ernährung (Familienessen) umgestellt werden. Babys dürfen dann schon viel, aber noch nicht alles, essen.

In den ersten Monaten bekommt Ihr Baby ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsmilch. Frühestens ab Beginn des 5. Monats, wenn Ihr Baby die Beikostreifezeichen zeigt, können Sie mit der Beikosteinführung beginnen. Frühestens mit Beginn des 10. Monats kann auf das Familienessen umgestellt werden. Babys dürfen dann schon viel, aber noch nicht alles, essen.

Babys dürfen grundsätzlich das nicht essen, was sie noch nicht bewältigen können. Einige Babys können schon mit Beikosteinführung Fingerfood essen andere erst gegen Ende des ersten Lebensjahres. Beides ist völlig in Ordnung.

Solange Ihr Baby mit Fingerfood nicht zurechtkommt, sollten Sie es noch weglassen. Beobachten Sie Ihr Baby und richten Sie sich nach seinen Essfertigkeiten.

Wie kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) sollten Babys z. B. noch keine der folgenden Lebensmittel essen

  • rohe tierische Lebensmittel
  • andere rohe Lebensmittel, die Krankheitserreger enthalten könnten
  • Lebensmittel, bei denen die Gefahr des Verschluckens bzw. die Aspirationsgefahr zu groß ist z. B. kleine, harte Lebensmittel
  • Lebensmittel mit für kleine Kinder ungünstigen oder sogar gesundheitsschädlichen Stoffen z. B. zu viel von bestimmten Gewürzen, Lebensmittel mit zu hohem Solanin-Gehalt, zu viel Gemüse mit hohem Nitratgehalt (Nitratempfindlichkeit nimmt ab 1 Jahr ab)
  • Lebensmittel mit erhöhtem Schadstoffgehalt
  • unsachgemäß gelagerte oder zubereitete Lebensmittel
  • stark verarbeitete Lebensmittel

Beispiele und Details finden Sie in meinem Lebensmittel-Check für kleine Kinder, den Sie sich für 0 € als PDF herunterladen können.

Außerdem sollten Babys unter 1 Jahr z. B. noch keinen Honig, kein zugesetztes Salz, keinen Zucker und nur max. 200 ml Kuhmilch pro Tag bekommen. Dieses Kuhmilchmenge ist normalerweise bereits im Milch-Getreide-Brei, der meistens als Abendbrei gefüttert wird, enthalten.

Grund für diese zusätzlichen Einschränkungen ist, dass die im Honig enthaltenen Bakterien den noch empfindlichen Darm Ihres Kindes besiedeln können. Im Fall von Salz und Eiweiß wird der Bedarf von Babys schnell überschritten wird, wenn sie mehr als 200 ml Kuhmilch pro Tag oder zugesetztes Salz bekommen. Die Nieren müssten das überschüssige Eiweiß oder Salz wieder ausscheiden, was sie belasten würde.

In den ersten 4 Monaten sollten Babys ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsmilch bekommen.

Frühestens mit Beginn des 5. Monats können Sie mit der Beikosteinführung beginnen, wenn Ihr Baby die Beikostreifezeichen zu diesem Zeitpunkt schon erfüllt.

Zwischen dem Beginn des 10. und 12. Monats können Sie mit der Umstellung auf das Familienessen beginnen. Babys dürfen in diesem Alter schon viel, aber nicht alles, essen.

Solange Ihr Baby Mutter- oder Pre-Milch bekommt kann es jederzeit trinken, wann immer es Hunger hat. In der Beikostzeit werden langsam und Schritt für Schritt 3 Milchmahlzeiten durch Breimahlzeiten ersetzt. Ihr Baby kann zusätzlich weiterhin so viele Milchmahlzeiten pro Tag bekommen, wie es möchte. Mit dem Übergang zum Familienessen braucht Ihr Baby dann nur noch 3 Hauptmahlzeiten und 2 Zwischenmahlzeiten pro Tag.

Babys dürfen genau so viel Gramm essen, wie sie möchten. Es ist ganz normal, dass Babys mal weniger und mal mehr essen möchten. Wenn Babys wenig Brei essen, trinken sie mehr Mutter- oder Pre-Milch. Babys haben ein sehr gutes natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl, so dass die Eltern hier möglichst wenig eingreifen sollten.

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Hallo, ich bin Barbara Eder.

Als Ernährungsberaterin bin ich auf Schwangere und Kinder spezialisiert. Mein umfangreiches Expertenwissen und meine Erfahrung aus der ehrenamtlichen Unterstützung von Familien mit Neugeborenen im ersten Lebensjahr - seit 2014 - teile ich in meinen Blogartikeln, in meinem Newsletter und natürlich in meinen Produkten.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern gleich von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Wichtig ist mir dabei, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.

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