7 super-einfache Frühstücksideen für Babys mit 9, 10 und 11 Monaten (ohne Milch und Salz)
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Da Babys unter einem Jahr noch nicht alles essen dürfen z. B. noch nicht mehr als 200 ml Kuhmilch, keinen Zucker und kein zugesetztes Salz stellt das Frühstück viele Familien vor eine Herausforderung. Dabei muss man es sich gar nicht so schwer machen. Wie es ganz leicht geht, erkläre ich im Artikel.
Hinweis: Dieser Blogartikel beinhaltet lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Er ersetzt auf keinen Fall eine individuelle Beratung durch einen Kinderarzt.
Inhaltsverzeichnis
Ab wann können Babys ein Frühstück bekommen?
Zwischen dem Beginn des 10. und 12. Monats können Sie auf das Familienessen umstellen, wenn Ihr Baby schon bereit dafür ist. Mit dieser Umstellung kommt dann auch das Frühstück dazu.
Es ist aber auch völlig in Ordnung, wenn Ihr Baby als Morgenmahlzeit weiter Milch trinkt. Laut der aktualisierten S3-Leitlinie zum Stillen, sollten Babys bis mindestens zum 1. Geburtstag gestillt werden. Es gibt viele Babys, die noch nicht so gerne Brei oder auch stückige Lebensmittel essen und lieber Milch trinken. Bis zum 1. Geburtstag sind Babys Säuglinge und können Milchmahlzeiten ganz nach Bedarf bekommen (siehe auch Regierungsnetzwerk gesund ins Leben).
Was Babys unter 1 Jahr noch nicht frühstücken dürfen
Bevor ich Ihnen zeige, was Babys frühstücken dürfen, sollten Sie wissen, dass es leider einiges gibt, was Babys noch nicht essen dürfen. Diese Einschränkungen machen es nicht ganz leicht, das richtige Frühstück zu finden.
Wie kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) sollten Babys laut BfR z. B. noch keine der folgenden Lebensmittel essen
- rohe tierische Lebensmittel
- andere rohe Lebensmittel, die Krankheitserreger enthalten könnten
- Lebensmittel, bei denen die Gefahr des Verschluckens bzw. die Aspirationsgefahr zu groß ist z. B. kleine, harte Lebensmittel
- Lebensmittel mit für kleine Kinder ungünstigen oder sogar gesundheitsschädlichen Stoffen z. B. zu viel von bestimmten Gewürzen, Lebensmittel mit zu hohem Solanin-Gehalt, zu viel Gemüse mit hohem Nitratgehalt (Nitratempfindlichkeit nimmt ab 1 Jahr ab)
- Lebensmittel mit erhöhtem Schadstoffgehalt
- unsachgemäß gelagerte oder zubereitete Lebensmittel
- stark verarbeitete Lebensmittel
Viele Beispiele und weitere Details finden Sie in meinem Lebensmittel-Check für kleine Kinder, den Sie sich für 0 € als PDF herunterladen können.
Außerdem sollten Babys unter 1 Jahr z. B. noch keinen Honig, kein zugesetztes Salz, keinen Zucker und nur max. 200 ml Kuhmilch pro Tag bekommen. Dieses Kuhmilchmenge ist normalerweise bereits im Milch-Getreide-Brei, der meistens als Abendbrei gefüttert wird, enthalten. Das Frühstück sollte in diesem Fall kuhmilchfrei sein.
Im Fall von Salz und Eiweiß wird der Bedarf von Babys schnell überschritten, wenn sie mehr als 200 ml Kuhmilch pro Tag oder zugesetztes Salz bekommen. Die Nieren müssten das überschüssige Eiweiß oder Salz wieder ausscheiden, was sie belasten würde.
Ab wann und welches Brot für Babys? Ab wann Brötchen und Brezeln?
Grundsätzlich dürfen Babys mit Beikostbeginn Brot essen, das
- ungesalzen ist. Der Salzbedarf von Babys ist noch sehr gering, daher sollten sie kein zugesetztes Salz bekommen, weil die Nieren es wieder ausscheiden müsste, was sie belastet, weil sie noch nicht vollständig entwickelt sind.
- keinen Zucker enthält. Toast oder Milchbrötchen enthalten in der Regel Zucker.
- keine ganzen Körner, Samen oder Nüsse enthält, an denen sich Ihr Baby verschlucken könnte.
- aus fein vermahlenem Vollkornmehl gebacken wurde, weil dieses Mehl mehr Nährstoffen enthält als Weißmehl.
Allerdings ist Brot für Babys relativ schwer zu essen, weil es bröseln kann, so dass Krümel versehentlich eingeatmet werden und sich Babys leicht daran verschlucken können. Wird das Brot mit Speichel eingeweicht, kann die Konsistenz ziemlich klebrig werden, was es schwer zu essen macht und schnell den Würgereflex auslöst. Es gibt viele Lebensmittel, die deutlich einfacher zu essen sind als Brot und daher besser zum Üben für Babys geeignet sind.
Brezeln dürfen Babys frühestens ab 1 Jahr in sehr kleinen Mengen essen, weil sie, auch wenn das sichtbare Salz entfernt wird, sehr viel Salz enthalten. Neben großen Mengen Salz enthalten Brezeln außerdem in der Regel Weißmehl und Lauge, aber wenig Nährstoffe. Wird eine Laugenbrezel auf einem Aluminiumblech gebacken, kann es außerdem sein, dass sie einen hohen Aluminium-Gehalt hat. Mehr Informationen dazu finden Sie im Artikel der Verbraucherzentrale e. V. Brezeln sind daher kein besonders empfehlenswertes Lebensmittel, insbesondere für Babys und kleine Kinder.
Im Babyregal gibt es natürlich auch salzfreie Brezeln (ähnlich Salzstangen). Sie enthalten teilweise sogar Gemüse und/oder Obst. Solche Produkte können Sie ab und zu verwenden, wenn Sie die Zutatenliste geprüft haben, aber es gibt viele unverarbeitete bzw. weniger verarbeitete Lebensmittel, die deutlich mehr Nährstoffe enthalten und daher empfehlenswerter sind.
Brötchen und Semmeln enthalten zwar nicht ganz so viel Salz wie Brezeln, sie sind in den meisten Fällen aber aus Weißmehl gebacken. Daher sollten Babys auch Brötchen oder Semmeln (natürlich ohne ganze Körner, Samen und Nüsse an denen sie sich verschlucken können) frühestens ab 1 Jahr essen und auch dann nur ab und zu.
Ab wann dürfen Kinder Honig essen? Warum Babys nicht?
Kinder dürfen erst ab 1 Jahr Honig essen, das gilt auch für Fenchel- und Manukahonig, Mais- und Ahornsirup. Der Grund: Honig kann als Naturprodukt Sporen enthalten, die für Erwachsene unbedenklich sind. Bei unter 1jährigen ist die Darmflora aber noch nicht vollständig ausgereift, so dass der Darm von diesen Sporen besiedelt werden und diese Gifte bilden können (Säuglingsbotulismus, in Deutschland lt. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sehr selten, aber sehr gefährlich). Mehr Infos dazu finden Sie auch im Artikel des Robert Koch Instituts (RKI).
Wenn Honig sehr stark erhitzt wird, werden die Sporen abgetötet. Das ist bei industriell hergestellter Säuglingsfertignahrung, die Honig enthält, der Fall. Da unter 1jährige aber noch keinen Zucker bekommen sollten, sollten sie trotzdem keinen Honig essen. Im privaten Haushalt ist nach meinem Verständnis der Informationen des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ausreichendes Erhitzen nicht wirklich sicher möglich. Außerdem können lt. Verbraucherzentrale potenziell krebserregende Stoffe entstehen, wenn Honig bei hohen Temperaturen erhitzt wird.
Vielleicht wundern Sie sich, warum Babys mit 11 Monaten und 364 Tagen keinen Honig essen dürfen und Babys mit 1 Jahr schon. Bei Empfehlungen wird eine Altersangabe gewählt, bei der statistisch gesehen kein Risiko mehr besteht. Es gibt bestimmt auch Kinder, bei denen die Darmflora vorher schon ausreichend entwickelt ist, aber hier will man natürlich keinerlei Risiko eingehen.
Aber auch über 1jährige Kinder sollten Honig im Rahmen einer gesunden Ernährung nur in kleinen Mengen bekommen, da er sehr viel Zucker enthält und daher zu den Süßigkeiten gehört.
Was passiert, wenn unter 1jährige Honig bekommen?
In den meisten Fällen passiert wahrscheinlich gar nichts, weil Säuglingsbotulismus in Deutschland lt. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sehr selten vorkommt. Honig KANN als Naturprodukt Sporen enthalten, die Gifte bilden KÖNNEN (Säuglingsbotulismus). Es KANN also zu gesundheitlichem Problemen kommen, MUSS aber nicht (was nicht heißen soll, das Honig unbedenklich ist, Säuglingsbotulismus ist eine gefährliche Erkrankung).
Babys zeigen bei Säuglingsbotulismus im Zeitraum von wenigen Stunden bis ca. 10 Tagen (Inkubationszeit) lt. Kinderärzte im Netz folgende Symptome:
- Trinkschwäche
- Schluckstörungen
- Sprachstörungen (bei kleinen Babys wohl eher schwer feststellbar)
- Verstopfung
- Schwierigkeiten beim Atmen (z. B. Röcheln, Schnarchgeräusche)
- Muskelschwäche z. B. Schwierigkeiten den Kopf zu halten oder die Augen offen zu halten
Was tun, wenn Ihr Baby Honig gegessen hat?
Ich persönlich würde vorsorglich den Kinderarzt aufsuchen und mich beraten lassen. Ansonsten können Sie Ihr Baby in den nächsten mindestens 10 Tagen (ungefähre Inkubationszeit) genau beobachten. Wenn es die im vorhergehenden Abschnitt genannten Symptome zeigt, sollten Sie unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen.
Lebensmittel-Check für kleine Kinder
Was kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) noch nicht essen dürfen für 0 € als PDF herunterladen.
Wenn keine Kuhmilch, kein Honig, kein Salz und kein Zucker enthalten sein soll, fallen viele Frühstücksideen weg.
Hier nochmal ein Überblick der wichtigsten Lebensmittel, die sich NICHT als Frühstück für Babys.
- Brot, Brötchen, Toast und anderes Gebäck vom Bäcker
- Marmelade, Honig und andere süße Aufstriche
- gekaufte Brotaufstriche
- Wurst, Schinken
- Kuhmilch, Joghurt, Quark, Käse, Butter
Auch Eier sollten Babys max. 1 – 2 pro Woche inklusive der verarbeiteten Eier in Gebäck bekommen, so dass sie sich auch nicht für die tägliche Morgenmahlzeit eignen.
Übrigens: Häufig werden pflanzliche Kuhmilchalternativen wie Nuss- oder Hafermilchprodukte für milchfreie Frühstücksrezepte für Babys empfohlen. Von diesen Produkten wird für Babys jedoch abgeraten, da sie meistens hauptsächlich aus Wasser bestehen und im Vergleich zu Kuhmilch viel zu wenig Nährstoffe enthalten. Statt Kuhmilch sollten Sie daher nur Säuglings- oder Muttermilch verwenden.
Was können Babys frühstücken?
Wie in den vorhergehenden Abschnitten erklärt, können Babys weiterhin Milch zum Frühstück bekommen, das ist sozusagen die allereinfachste Variante.
Das Frühstück, das viele Erwachsene essen, ist durch oben genannten Einschränkungen für Babys unter einem Jahr noch nicht geeignet. Nicht ganz einfach oder? Deshalb habe ich einige Ideen für Sie zusammengestellt.
7 supereinfache Frühstücksideen für Babys mit 9, 10 oder 11 Monaten – ohne Kuhmilch und Salz
Grundsätzlich sollte ein Frühstück laut der Grafik des Regierungsnetzwerkes gesund ins Leben eine Portion Getreide, eine Portion Milchprodukte und eine Portion Obst oder Gemüse enthalten, sofern Ihr Baby nicht Mutter- oder Pre-Milch bekommt. Die nachfolgenden Ideen enthalten daher Zutaten aus genau diesen Lebensmittelgruppen.
Wichtiger Hinweis: Die Essfertigkeiten von Babys in diesem Alter sind sehr unterschiedlich. Sie müssen daher selbst prüfen, welche Vorschläge für Ihr Baby bereits geeignet sind und welche noch nicht.
1. Mutter- oder Säuglingsmilch
Unter 1jährige Kinder können weiterhin ganz nach Bedarf Milchmahlzeiten bekommen. Das ist die einfachste Variante fürs Frühstück :-).
2. Porridge (zucker- und kuhmilchfrei)
Porridge ist schnell und einfach zubereitet. Wenn Sie Instantgetreideflocken verwenden, können Sie diese einfach mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher übergießen, ohne den Porridge im Topf kochen zu müssen.
Das Rezept dafür entspricht dem des Getreide-Obst-Breis, der in der Beikostzeit nachmittags gefüttert wird.
3. Milchbrei (zucker- und kuhmilchfrei)
Sie können Milchbrei mit Muttermilch oder Säuglingsmilch zubereiten. Das Rezept dafür entspricht dem des Abendbreis, den Sie wahrscheinlich schon aus der Beikost kennen:
4. Müsli (zucker- und kuhmilchfrei)
„Normales“ Müsli ist für Kleinkinder noch nicht geeignet, da es viele Lebensmittel enthält, an denen sie sich leicht verschlucken können. Es gibt aber auch „Müsli-Varianten“, die auch für Kleinkinder schon geeignet sind.
Ich empfehle Ihnen Müsli für Babys und auch Kleinkinder immer selbst aus Getreideflocken und anderen Zutaten zu machen. Gekauftes Müsli – insbesondere Produkte speziell für Kinder enthalten oft sehr viel Zucker.
Selbst, wenn sie keinen zugesetzten Zucker enthalten, ist meist viel Fruchtzucker in Form von Trockenobst enthalten. Frisches Obst eignet sich für Babys jedoch viel besser. Es enthält weniger Zucker, mehr Vitamine und ist gesünder.
Hier finden Sie das passende Grundrezept:
5. Overnight-Oats (zucker- und kuhmilchfrei)
Overnight-Oats sind im Prinzip nichts anderes als ein eingeweichtes Müsli – auch Bircher-Müsli genannt. Besonders praktisch daran ist, dass man sie am Vorabend zubereitet und im Kühlschrank lagert. Das spart morgens Zeit.
Hier mein Grundrezept:
- 100 g geriebenes, zerdrücktes oder püriertes Obst nach Wahl wie Birne, Apfel, Banane
- 40 g zarte Haferflocken
- 1 TL gemahlene Nüsse oder Nussmus nach Belieben
- Etwas Orangensaft oder anderer ungezuckerter Obstsaft nach Belieben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist
6. Fingerfood
Geschnittenes Obst und Gemüse eignet sich gut als Fingerfood für Babys. Es sollte weich und deshalb je nach Sorte und Essfertigkeiten des Babys ggf. gegart sein.
Ein vollständiges Frühstück sollte auch Getreide enthalten. Sie können das Fingerfood natürlich mit einer salz- und zuckerfreien Brotmahlzeit kombinieren. Ich finde es allerdings deutlich einfacher Porridge, Müsli, Overnight-Oats oder Milchbrei anzubieten.
Auch das Regierungsnetzwerk gesund ins Leben empfiehlt Brei mit Fingerfood zu kombinieren, sofern Babys schon mit stückigen Lebensmitteln zurechtkommen.
7. Brotmahlzeit (salz- und zuckerfrei)
Wenn Sie Ihrem Baby eine Brotmahlzeit zum Frühstück geben möchten, kann ich Folgendes empfehlen
- Selbst gebackenes Brot ohne Salz, da es salzfreies Brot nicht zu kaufen gibt
- zuckerfreies Obstmus als Aufstrich
- Selbst gemachter, salzfreier Gemüseaufstrich
- Gemüsebrei(-Reste) als Aufstrich
- Nussmus als Aufstrich
In meinem Praxis-Workbook Kleinkind isst mit, wie mach ich das? finden Sie ein super-einfaches Rezept für salzfreies Brot (einfacher als Rührkuchen und ohne Hefe) und viele alltagstaugliche Ideen für den Belag.
Lebensmittel-Check für kleine Kinder
Was kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) noch nicht essen dürfen für 0 € als PDF herunterladen.
Noch mehr Ideen für Frühstück, Zwischenmahlzeiten und Abendessen für unter 1jährige und jede Menge Praxistipps zur Umstellung von der Beikost aufs Familienessen finden Sie in meinem Workbook:
Praxis-Workbook Kleinkind isst mit, was gibt es jetzt?
Alles rund um Frühstück, Zwischenmahlzeiten und Abendessen | kalte Mahlzeiten. Ab Beginn des 10. Monats.
Fazit
Babys müssen im ersten Lebensjahr noch kein Frühstück bekommen, sie können auch weiter Milchmahlzeiten bekommen. Wenn sie mit frühstücken möchten, sollte das Frühstück kuhmilch-, salz- und zuckerfrei sein. Auch Honig sollten Kinder unter einem Jahr noch nicht bekommen.
Bei einer Brotmahlzeit müssen Sie daher selbst backen und ggf. auch Brotaufstriche selbst machen.
Schnell zubereitet sind Baby-Overnight-Oats, Baby-Müsli, Baby-Porridge oder Milchbrei mit Muttermilch oder Säuglingsmilch als Frühstück für Babys.
Genau wie kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag), dürfen Babys noch nicht alle Lebensmittel essen. Beispiele und Details finden Sie in meinem Lebensmittel-Check für kleine Kinder, den Sie sich für 0 € als PDF herunterladen können.
Häufig gestellte Fragen
Zwischen dem Beginn des 10. und 12. Monats können Sie mit der Umstellung auf das Familienessen beginnen. In diesem Zeitraum kann (muss aber nicht) auch das Frühstück dazukommen, so dass mit der Zeit 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten gegessen werden. Wobei einzelne Mahlzeiten weiterhin auch aus Mutter- oder Pre-Milch bestehen können.
Ein Baby darf ab dem 1. Geburtstag kleinere Mengen Salz essen. Im ersten Lebensjahr sollten Babys noch kein Salz bekommen, da ihr Salzbedarf sonst sehr schnell überschritten werden würde. Die Nieren müssten das überschüssige Salz wieder ausscheiden, was sie belasten würde. Da „normales“ Brot ebenfalls sehr viel Salz enthält, sollten Babys es noch nicht bekommen. Gleiches gilt für Milchprodukte wie Käse, die Salz enthalten.
Vor dem 1. Geburtstag sollten Babys generell nur max. 200 ml Kuhmilch oder eine verhältnismäßig kleinere Menge Joghurt pro Tag und keine anderen Milchprodukte bekommen. Diese Kuhmilchmenge ist normalerweise bereits im Milch-Getreide-Brei enthaltend, den Babys meistens als Abendbrei bekommen.
Der Grund für die Begrenzung der Kuhmilchmenge ist, dass der Eiweißbedarf Ihres Babys schnell überschritten werden würde, wenn Sie mehr Milchprodukte geben. Das führt dazu, dass die Nieren überschüssiges Eiweiß ausscheiden müssten, was sie belasten würde.
Geeignete Alternativen finden Sie im Artikel.
Für Babys unter einem Jahr eignet sich salzfreies Brot aus feinvermahlenem Vollkornmehl, komplett ohne ganze Körner und Samen. Einige Babys können Brot problemlos ohne Zähne essen, indem sie es so lange einspeicheln, bis es weich genug ist, um es mit den Kauleisten und am Gaumen zu zerdrücken. Brot ist schwerer zu essen als z. B. gegartes Gemüse. Sollte Ihr Baby noch gar keine Erfahrungen mit Fingerfood haben, würde ich daher empfehlen mit gegartem Obst oder Gemüse zu üben, bevor sie Brot ausprobieren. Als gesunde Aufstriche eignen sich zuckerfreies Obstmus, ungesüßtes Nussmus oder selbst gemachte, salzfreie Gemüseaufstriche. Weitere Alternativen finden Sie im Artikel.
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Kommentare
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Hallo, ich bin Barbara Eder.
Ich begleite und berate seit über 10 Jahren Familien und weiß genau, welche Fragen sich Eltern beim Thema Ernährung stellen. Für meine Artikel übersetze ich viele Seiten Fachchinesisch aus AWMF-Leitlinien, Empfehlungen der Bundesministerien, der DGE und des BfR für Sie.
Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Besonders wichtig ist mir, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.