Familienessen, Familie

Welche Zwischenmahlzeiten + Snacks WIRKLICH gesund für Babys + Kleinkinder sind

Viele Snack-Produkte und Rezeptideen enthalten viel zu viel Zucker – selbst, wenn sie als „zuckerfrei“ gekennzeichnet sind – sie sind nur pseudo-gesund.

Was eignet sich wirklich als Snack für Babys und Kleinkinder? Hier muss ich immer erstmal zurückfragen: Was verstehen Sie unter Snack? Für mich ist ein Snack ein schnelles Fastfood für nebenbei, das meistens eher nicht gesund ist.

Generell ist „nebenbei“ essen aus meiner Sicht nicht empfehlenswert. Oft wird aber der Begriff Snack auch im Sinne von „Zwischenmahlzeit“ verwendet.

Zwischenmahlzeiten kann es vormittags und nachmittags zwischen Frühstück und Mittagessen oder Mittagessen und Abendessen für Babys und Kleinkinder geben, die bei den Hauptmahlzeiten noch nicht so große Portionen essen und deshalb zwischen diesen Hauptmahlzeiten eine kleinere Mahlzeit brauchen.

Um solche Zwischenmahlzeiten geht es Ihnen? Dann ist dieser Artikel das Richtige für Sie. Sie werden erfahren, welche Zwischenmahlzeiten WIRKLICH gesund für Babys und Kleinkinder sind.

Inhaltsverzeichnis

Wa­rum brau­chen Kin­der Zwischen­mahl­zei­ten?

Babys und Kleinkinder können noch nicht so große Portionen essen. Deshalb halten sie noch nicht solange am Stück ohne Essen aus. Der Abstand zwischen Frühstück und Mittagessen bzw. Mittagessen und Abendessen ist noch zu lang für sie.

Sie brauchen daher eine Zwischenmahlzeit am Vormittag und eine am Nachmittag. Zwischen zwei Mahlzeiten sollten übrigens immer 2 – 3 Stunden liegen. Ständiges Essen ist aus Ernährungssicht nicht sinnvoll, da das natürliche Hunger- und Sättigungsgefühl dadurch viel schwerer wahrgenommen wird und auf Dauer normalerweise zu viel gegessen wird.

Auch bei schlechten Essern ist es besser, wenn ausreichend Zeit zwischen den Mahlzeiten liegt, weil es gerade bei diesen Kinder wichtig ist, dass sie ein Hungergefühl verspüren, damit sie mehr essen. Wenn sie immer nur eine Kleinigkeit essen, so dass sie kein Hungergefühl spüren, wird die Essmenge noch kleiner.

Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sind auch für die Zahngesundheit wichtig. Wenn ständig gegessen wird, kann der Speichel seine kariesvorbeugende Wirkung nicht entfalten.

Ab wann brau­chen Babys und Klein­kin­der Zwischen­mahl­zei­ten?

Kinder brauchen, ab dem Zeitpunkt, ab dem sie keine Muttermilch oder Pre-Milch mehr bekommen, sondern am Familienessen teilnehmen, Zwischenmahlzeiten. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres können Babys als Zwischenmahlzeit weiterhin auch Muttermilch oder Pre-Milch trinken.

Wenn Sie und Ihr Baby möchten, können Sie auch nach dem 1. Geburtstag weiter stillen. Die Flasche sollte entsprechend der Empfehlung von Zahnärzten (siehe Bundesverband der Kinderzahnärzte (BUKIZ)) und Logopäden aber ab dem 1. Geburtstag abgewöhnt werden. Mehr Infos dazu finden Sie in meinem Artikel Wie lange brauchen Babys (nachts) Milchmahlzeiten und ab wann keine mehr?

Wie lange brau­chen Klein­kin­der Zwischen­mahl­zei­ten?

Kleinkinder brauchen Zwischenmahlzeiten, bis sie bei den Hauptmahlzeiten so große Portionen essen können, dass sie zwischen den Hauptmahlzeiten keinen Hunger mehr haben. Manche Kinder sind bereits mit 3 Jahren soweit, andere erst im Schulalter.

Es gibt aber auch viele Erwachsene, die lieber drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeit essen, als nur drei Mahlzeiten am Tag.

Letztendlich können Sie es einfach mal ausprobieren. Ein gesundes Kind meldet sich schon bei Ihnen, wenn es Hunger hat.

Lebensmittel-Check für kleine Kinder

Was kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) noch nicht essen dürfen für 0 € als PDF herunterladen.

Was Babys und Klein­kin­der ab 1 Jahr noch nicht es­sen dür­fen

Kleine Kinder (1. bis 6. Geburtstag) dürfen schon viel, aber noch nicht alles essen. Die hier beschriebenen Empfehlungen gelten daher länger, als den meisten Eltern bewusst ist.

Folgende Lebensmittel sind für kleine Kinder laut BfR z. B. noch nicht geeignet. Der Grund dafür ist, dass sie noch deutlich empfindlicher auf Krankheitserreger und manche Inhaltsstoffe reagieren. Außerdem verschlucken sich Kleinkinder leichter, als ältere Kinder und Erwachsene.

  • rohe tierische Lebensmittel
  • andere rohe Lebensmittel, die Krankheitserreger enthalten könnten
  • Lebensmittel, bei denen die Gefahr des Verschluckens bzw. die Aspirationsgefahr zu groß ist z. B. kleine, harte Lebensmittel
  • Lebensmittel mit für kleine Kinder ungünstigen oder sogar gesundheitsschädlichen Stoffen z. B. zu viel von bestimmten Gewürzen, Lebensmittel mit zu hohem Solanin-Gehalt, zu viel Gemüse mit hohem Nitratgehalt (Nitratempfindlichkeit nimmt ab 1 Jahr ab)
  • Lebensmittel mit erhöhtem Schadstoffgehalt
  • unsachgemäß gelagerte oder zubereitete Lebensmittel
  • stark verarbeitete Lebensmittel

Beispiele und Details finden Sie in meinem Lebensmittel-Check für kleine Kinder, den Sie sich für 0 € als PDF herunterladen können.

Außerdem sollten Babys unter 1 Jahr z. B. noch keinen Honig, kein zugesetztes Salz, keinen Zucker und nur max. 200 ml Kuhmilch pro Tag bekommen. Dieses Kuhmilchmenge ist normalerweise bereits im Milch-Getreide-Brei, der meistens als Abendbrei gefüttert wird, enthalten. Zwischenmahlzeiten, Mittagessen und Frühstück sollte in diesem Fall kuhmilchfrei sein.

Grund für diese Einschränkungen ist, dass die im Honig enthaltenen Bakterien den noch empfindlichen Darm Ihres Kindes besiedeln können. Im Fall von Salz und Eiweiß wird der Bedarf von Babys schnell überschritten, wenn sie mehr als 200 ml Kuhmilch pro Tag oder zugesetztes Salz bekommen. Die Nieren müssten das überschüssige Eiweiß oder Salz wieder ausscheiden, was sie belasten würde.

Ungeeignete Snacks Babys und Kleinkinder

Welche Snacks und Zwischen­mahl­zei­ten sind nur pseudo-ge­sund?

Jede Art von Snack – egal, ob selbst zubereitet oder gekauft – der sehr süß ist oder viel Salz enthält ist nur pseudo-gesund, auch wenn er als „zuckerfrei“ gekennzeichnet ist.

Natürlich heißt das nicht, dass Ihr Kind niemals einen solchen Snack essen darf, aber für die täglichen Zwischenmahlzeiten sind diese Produkte und Rezepte nicht geeignet.

Mich ärgert es immer, wenn ich sehe, welche Produkte und Rezepte als „gesund“ und „zuckerfrei“ beworben werden. Sie vermitteln den Eltern den Eindruck, dass kein Zucker enthalten ist. Richtig ist, dass diese Produkte und Rezepte keinen zugesetzten Haushaltszucker enthalten.

Viele enthalten aber jede Menge Fruchtzucker in Form von Honig, Ahornsirup, Trockenobst oder besonders süßen Obstsorten z. B. Bananen und Mangos.

Selbstverständlich ist dieser Zucker „natürlich“, aber gerade die sowieso vorhandene Vorliebe für Süßes bei Babys und Kleinkinder wird durch solche Snacks und Zwischenmahlzeiten noch verstärkt.

Außerdem ist natürlicher Fruchtzucker in großen Mengen genauso ungesund wie Haushaltszucker (siehe auch Artikel der Verbraucherzentrale Hamburg e. V.).

Der natürliche Fruchtzucker in frischem Obst ist völlig in Ordnung, solange nicht ausschließlich sehr süßes Obst wie Banane oder Mango gegessen wird. Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass bald jedes zweite Rezept für Babys und Kleinkinder Bananen enthält?

Fruchtriegel, Müsliriegel und alles andere was durch Trockenobst sehr süß ist, ist jedenfalls nicht als Zwischenmahlzeit für Babys und Kleinkinder geeignet.

Kekse sind kein gesunder Snack Babys und Kleinkinder

Generell sollten Kinder nicht ständig Kuchen, Kekse, Waffeln und Muffins als Zwischenmahlzeit bekommen, egal, ob mit oder ohne zugesetzten Zucker. Durch solche Snacks gewöhnt sich Ihr Kind daran eben diese Backwaren auch im Erwachsenenalter als Zwischenmahlzeiten zu bevorzugen. Sobald Kinder selbst über (Taschen-)Geld verfügen, kaufen sie genau diese Snacks, aber natürlich nicht mehr in der zuckerfreien Variante.

Daher ist es sehr ungünstig Kinder an solche Lebensmittel für zwischendurch zu gewöhnen. Solche Snacks gehören zu den Süßigkeiten und sollten nur in kleinen Mengen und nicht zu oft auf den Tisch kommen. Das gilt übrigens auch für gekaufte Fruchtjoghurts.

Wa­rum Quetschies und Smoothies nicht ge­sund sind

Babys und Kinder trinken in Saft- oder Quetschie-Form sehr viel mehr Obst und Gemüse, als sie essen könnten, wenn es am Stück oder zumindest als Mus zum Löffeln angeboten werden würde. Bei Obstsmoothies ist die Menge an Fruchtzucker, die enthalten ist, sehr viel größer als bei der Menge Obst, die ein Kind am Stück essen oder als Mus löffeln würde.

Gleiches gilt auch für pure Säfte. Außerdem hält püriertes Obst und Gemüse nicht so lange satt, weil es schneller verdaut werden kann als in stückiger Form.

Daher sind Smoothies und Quetschies nicht empfehlenswert. Sobald Kinder Obst und Gemüse am Stück als Fingerfood essen können, sollte sie es auch so bekommen. Ab und zu mal eine Ausnahme ist aber natürlich jederzeit drin (siehe auch Artikel der Verbraucherzentrale Hamburg e. V.).

Grafik Maisstangen für Babys

Sind Mais­stan­gen für Ba­bys ge­sund?

In meiner Ernährungssprechstunde werde ich öfter gefragt, ab wann Babys Maisstangen essen dürfen. Grundsätzlich sind sie ab der Beikosteinführung erlaubt, aber ich würde sie nicht empfehlen.

Maisstangen oder Maiswaffeln sind zwar nicht akut (lebens-)gefährlich für Babys, aber wirklich gesund sind sie auch nicht.

Die Gründe sind:

  • Von Ökotest getestete Maissnacks waren mit Schimmelpilzen und Mineralöl belastet.
  • Maisstangen und Maiswaffeln liefern wenig Nährstoffe (durch die starke Verarbeitung) und machen nicht satt. Auch das bestätigt Ökotest.
  • Außerdem sind Maisstangen in Bezug auf die Form und das Mundgefühl Chips bzw. Erdnussflips sehr ähnlich. Das was Babys oft essen, ist das was sie auch als Erwachsene gerne mögen und bezüglich Form und Mundgefühl wird hier bereits der Grundstein fürs Erdnussflips oder Ähnliches essen gelegt.

Außerdem werden die Stangen bei Kontakt mit Speichel sehr klebrig, so dass sie am Gaumen kleben bleiben können und bei ungeübten Essern schnell den Würgereiz auslösen können.

Grafik Zwieback für Babys ab wann

Ist Zwie­back für Kin­der ein ge­sun­der Snack?

Ich würde Zwieback weder als besonders gesund, noch als ungesund bezeichnen, sofern er für Babys aus Vollkorn besteht und keinen Zucker, kein Salz, keinen Sirup, kein Gerstenmalz, keinen Honig und kein Süßmolkenpulver enthält, was gar nicht so einfach zu finden ist.

Ich persönlich finde Zwieback einfach etwas überflüssig 😊

Die Gründe sind:

  • Zwieback ist stark verarbeitet und enthält oft kein Vollkorn, dafür aber Zucker und/oder Salz. Es gibt natürlichere Lebensmittel wie Nudeln, Reis, salzfreies Brot oder für den Brei Haferflocken, die empfehlenswerter sind.
  • Zwieback enthält vereinzelt bedenkliche Inhaltsstoffe. Mehr Infos dazu finden Sie bei Ökotest.

Wenn Sie Babybrei zubereiten möchten, sind Getreideflocken – insbesondere Haferflocken – ggf. auch aus dem Babyregal deutlich besser geeignet als Zwieback. Geeignete Rezepte sind Getreide-Obst-Brei oder Milch-Getreide-Brei.

Auch bei Durchfall ist Zwieback nicht die beste Wahl. Bei Durchfall ist es wichtig zunächst den Flüssigkeitsverlust auszugleichen (lassen Sie sich hierzu im Zweifel vom Kinderarzt beraten). Viele Babys trinken, wenn sie krank sind am liebsten Mutter- oder Pre-Milch. Wenn Ihr Kind etwas anderes essen möchte, sollte es das gewohnte Essen bekommen, es braucht keine spezielle Durchfall-Ernährung. Wenn über 1jährige Kleinkinder Durchfall haben, können sie stärkehaltige Lebensmittel essen, ich würde hier aber auf nährstoffreichere Lebensmittel als Zwieback zurück greifen. Was Kleinkinder essen können, wenn sie Durchfall haben, erkläre ich in meinem Artikel Kleinkind hat Durchfall

Grafik Reiswaffeln für Babys

Reis­waf­feln für Babys und Klein­kin­der: Ja oder Nein?

Meine Meinung ist: Nein, keine Reiswaffeln für Babys.

Die Gründe sind:

Wenn Sie trotzdem ab und zu Reiswaffeln anbieten möchten, sollten Sie Reiswaffeln aus dem Babyregal kaufen, keine Reiswaffeln „für Erwachsene“, weil für die Babyprodukte strengere gesetzliche Regelungen gelten.

Grafik Hirsekringel ab wann

Sind Hirse­krin­gel gut für Babys und Klein­kin­der?

Auch hier ist meine Meinung: Nein, Hirsekringel sind nichts für Kinder.

Die Gründe sind:

  • Hirse enthält viele Gerbstoffe (Tannine), Phytin- und Oxalsäure, die die Nährstoffaufnahme z. B. von Eisen behindern können (siehe auch Verbraucherzentrale).
  • Hirsekringel liefern wenig Nährstoffe (durch die starke Verarbeitung) und machen nicht satt.
  • Außerdem sind Hirsekringel in Bezug auf die Form und das Mundgefühl Chips bzw. Erdnussflips sehr ähnlich, so dass hier bereits der Grundstein fürs Erdnussflips oder Ähnliches essen gelegt wird, was ich persönlich eher vermeiden würde.

Falls Sie doch mal Hirsekringel anbieten wollen, wählen Sie wegen der strengeren Schadstoff-Grenzwerte ausschließlich Babyprodukte. Diese Knabberei, sollte aber dennoch eine Ausnahme sein.

Wie ge­sund sind Salz­stan­gen und Cracker?

Oft werden statt süßer Snacks auch Salzstangen, Brezeln und Cracker empfohlen. Aber auch sie sind – obwohl völlig zuckerfrei – nicht gesund. Sie enthalten viel zu viel Salz (auch für Erwachsene) und auch sonst keine besonders empfehlenswerten Inhaltsstoffe. Sie gehören in die Kategorie „Chips“ (siehe auch Artikel von ZDFheute).

Und bitte: Kei­nen Schmelz- oder Scheibletten­käse für Kin­der!

Dieser Käse enthält Phosphate, die generell ungesund sind und Kinder daher lieber nicht bekommen sollten, auch wenn sie gerade diesen Käse sehr gerne essen. Mehr Infos finden Sie in diesem Stern-Artikel. Wählen Sie lieber Frischkäse, Kräuterquark, einen milden Schnittkäse oder Mozzarella.

Gesunde Zwischenmahlzeit Babys und Kleinkinder

Welche Snacks und Zwischen­mahl­zeit­en sind WIRKLICH ge­sund für Babys und Klein­kin­der?

Eine gesunde Zwischenmahlzeit besteht – übrigens auch für Erwachsene – laut Grafik des Regierungsnetzwerkes gesund ins Leben aus

  • Vollkorngetreideprodukten
  • Obst und/oder Gemüse
  • Optional: Milchprodukten
  • Getränken

Vollkorngetreideprodukte können sowohl als Brot, als auch als Getreideflocken im Abendessen vorkommen. Vollkornprodukte enthalten das ungeschälte Getreidekorn, das mehr Nährstoffe enthält als Weißmehlprodukte aus geschältem Getreide. Außerdem sind mehr Ballaststoffe enthalten, so dass Vollkornprodukte nicht so schnell verdaut werden können und deshalb länger satt machen.

Milchprodukte können pure Milch, Quark, Joghurt oder Käse sein. Sie liefern vor allem Kalzium und Eiweiß, das auch länger satt macht. Optimal sind 3 Portionen Milchprodukte pro Tag. Sollten diese bereits in den Hauptmahlzeiten enthalten sein, sollte es keine weiteren Milchprodukte zu den Zwischenmahlzeiten geben. Achtung: Unter 1jährige sollten max. 200 ml Kuhmilch pro Tag bekommen.

Obst und Gemüse können roh (geraspelt oder am Stück soweit für die Kleinen schon geeignet), gegart oder als Mus auf den Tisch kommen. Es enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Je abwechslungsreicher die Sorten gewählt werden, desto besser, da die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sich je Sorte unterscheiden.

Getränke sollten immer ungesüßt sein. 

Die Zwischenmahlzeiten sollten außerdem nicht zu üppig oder fett sein, weil es sonst passieren kann, dass Ihr Baby oder Kleinkind zu den Hauptmahlzeiten keinen Hunger hat. Außerdem sollten sie nicht sehr süß sein. Das gilt vor allem auch für Getränke.

Natürlich können Sie jetzt gesunde Muffins, Brötchen oder Brot backen, wie es auf den vielen Rezeptseiten, die man im Internet findet, vorgeschlagen wird. Mir persönlich wäre das aber zu aufwändig und es ist gar nicht nötig, es geht viel einfacher.

Konkrete Beispiele für Babys unter 1 Jahr und ab 1 Jahr finden Sie in den nächsten Abschnitten.

Welche Zwischen­mahl­zei­ten für Babys (unter 1 Jahr)? Brot, Porridge, Babymüsli...

Die allereinfachste Zwischenmahlzeit für Babys ist Muttermilch oder Pre-Milch. Bis zum 1. Geburtstag können Babys beide jederzeit nach Bedarf bekommen (siehe auch Regierungsnetzwerk gesund ins Leben).

Wenn es Ihnen darum geht, das Essen von Fingerfood zu üben, sind gekochte Nudeln, ein Stück gekochte Kartoffel, weiches/gegartes Gemüse oder Obst deutlich empfehlenswerter als gekaufte Snacks.

Wenn Sie nach einer Zwischenmahlzeit für Babys suchen, sollte sie Getreideprodukte, Obst und/oder Gemüse enthalten. Es eignen sich dafür ebenfalls gekochte Nudeln, ein Stück gekochte Kartoffel, salzfreies Brot, weiches/gegartes Gemüse oder Obst.

Unter 1jährige Babys sollten aber noch nicht vollständig abgestillt werden bzw. die Flasche sollte noch nicht vollständig abgewöhnt werden, da Babys bis zum Ende des ersten Lebensjahres Säuglinge sind, die Milchmahlzeiten bekommen sollten.

Falls Sie die genannten Lebensmittel zu „langweilig“ finden, können Sie selbst für Babys geeignete Snacks backen, aber das Obst und Gemüse sollten Sie trotzdem dazu anbieten.

Ich habe eine paar Ideen für Zwischenmahlzeiten für Sie zusammen gestellt, die auch für Babys schon geeignet sind.

Wichtiger Hinweis: Die Essfertigkeiten von Babys sind sehr unterschiedlich. Sie müssen daher selbst prüfen, welche Vorschläge für Ihr Kind bereits geeignet sind und welche noch nicht. Bei den Mengen müssen Sie ebenfalls ein bisschen probieren. Babys essen sehr unterschiedlich viel und es kann auch von Tag zu Tag wechseln. Das ist völlig normal, macht die Zubereitung aber etwas schwieriger.

Brot mit Obst oder Gemüse als Zwischenmahlzeit für Babys

  • Selbst gebackenes Brot ohne Salz
  • Zuckerfreies Obstmus als Aufstrich
  • Selbst gemachter, salzfreier Gemüseaufstrich
  • Gemüsebrei(-Reste) als Aufstrich
  • Nussmus als Aufstrich
  • weiches, geschnittenes Obst als Fingerfood
  • weiches, gegartes Gemüse als Fingerfood

In meinem Praxis-Workbook Kleinkind isst mit, wie mach ich das? finden Sie ein super-einfaches Rezept für salzfreies Brot (einfacher als Rührkuchen und ohne Hefe) und viele alltagstaugliche Ideen für den Belag.

Eine Alternative wäre ein kuhmilchfreies Müsli oder ein Porridge als Zwischenmahlzeit. Beides ist schnell gemacht und eignet sich auch für Babys, die noch nicht so gut mit stückigen Lebensmitteln zurechtkommen.

Hier finden Sie ein paar Beispiel-Rezepte.

Porridge und Baby-Müsli als Zwischen­mahl­zeit für Babys

Baby-Porridge - Frühstück ab 9 Monaten (milchfrei)
Dieses Rezept für Baby-Porridge ist milchfrei und eignet sich daher auch als Frühstücksbrei für Babys unter 1 Jahr, die neben der Kuhmilch im Abendbrei noch keine weiteren Milchprodukte bekommen sollten.
Rezept ansehen als PDF drucken
Müsli für Babys und Kleinkinder ab 9 Monaten (milchfrei)
Dieses Baby-Müsli ist milchfrei und eignet sich auch für unter 1jährige Babys zum Frühstück, die neben der Kuhmilch im Abendbrei noch keine weiteren Milchprodukte bekommen sollten.
Rezept ansehen als PDF drucken

Sie können Porridge auch mit Muttermilch oder Säuglingsmilch zubereiten. Das Rezept dafür entspricht dem des Abendbreis:

Abendbrei mit Pre-Milch
Sie möchten oder können keine Kuhmilch für den Abendbrei verwenden? Dann ist Pre-Milch eine gute Alternative. Dieses Rezept können Sie mit Pre-Milch zubereiten.
Das Rezept ist für Babys ab Beginn des 6. Monats geeignet.
Rezept ansehen als PDF drucken
Abendbrei mit Muttermilch
Sie möchten oder können keine Kuhmilch für den Abendbrei verwenden? Dann ist Muttermilch eine gute Alternative. Dieses Rezept können Sie mit Muttermilch zubereiten.
Das Rezept ist für Babys ab Beginn des 6. Monats geeignet.
Rezept ansehen als PDF drucken

Noch mehr Ideen für Zwischenmahlzeiten, aber auch Frühstück und Abendessen für unter 1jährige und jede Menge Praxistipps zur Umstellung von der Beikost aufs Familienessen finden Sie in meinem Workbook:

Praxis-Workbook Kleinkind isst mit, was gibt es jetzt?

Alles rund um Frühstück, Zwischenmahlzeiten und Abendessen | kalte Mahlzeiten. Ab Beginn des 10. Monats.

Wel­che Zwischen­mahl­zei­ten für Klein­kin­der (ab 1 Jahr)? Brot, Over-Night-Oats und Co.

Wel­cher Brot­be­lag ist für Klein­kin­der ge­eig­net?

Ich habe eine paar Ideen für wirklich gesunde Zwischenmahlzeiten für Sie zusammen gestellt, die auch für Kleinkinder schon geeignet sind.

Wichtiger Hinweis: Die Essfertigkeiten von Kleinkinder sind sehr unterschiedlich. Sie müssen daher selbst prüfen, welche Vorschläge für Ihr Kind bereits geeignet sind und welche noch nicht. Bei den Mengen müssen Sie ebenfalls ein bisschen probieren. Kleinkinder essen sehr unterschiedlich viel und es kann auch von Tag zu Tag wechseln. Das ist völlig normal, macht die Zubereitung aber etwas schwieriger.

Brot als Zwischenmahlzeit Kleinkinder

Brot als Zwischen­mahl­zeit für Klein­kin­der

Generell sollten Sie beim Brot immer darauf achten, dass es sich um Vollkornbrot handelt, alternativ auch Vollkorntoast oder Vollkornbrötchen. Da Kleinkinder noch keine ganzen Getreidekörner bekommen sollten, sollten Sie Vollkornbrot, -brötchen oder -toast aus feinvermahlenem Mehl kaufen, das keine ganzen Körner (auch nicht oben auf den Rinde) enthält. Statt Brot eignen sich auch Vollkornwraps, die mit dem gleichen Belag wie Brot bestrichen und belegt werden können z. B. Erdbeer-Wraps.

  • Brot mit Frischkäse und weichem/gedünsteten Obst oder Gemüse – beim Kauf Frischkäse mit wenig Salz wählen
  • Brot mit Hüttenkäse, auch körniger Frischkäse genannt, mit weichem/gedünstetem Obst/Gemüse, Obstmus – beim Kauf Hüttenkäse mit wenig Salz wählen
  • Brot mit Quark – als Kräuterquark (am besten selbst gemacht) oder mit weichem/gedünstetem Obst/Gemüse
  • Brot mit ungesüßtes Nussmus mit weichem/gedünstetem Obst oder Obstmus
  • Brot mit Gemüseaufstrich – beim Kauf Aufstrich mit wenig Salz wählen
  • Brot mit Butter mit weichem/gedünstetem Obst/Gemüse, Obstmus
  • Brot mit Mozzarella mit Tomaten (ggf. gehäutet) – kein Rohmilchkäse für Kleinkinder
  • Brot mit mildem Scheibenkäse mit weichem/gedünstetem Obst/Gemüse – Käse enthält jedoch viel Salz, daher in kleinen Mengen, kein Rohmilchkäse für Kleinkinder
  • Brot Wurst mit weichen/gedünsteten Gemüsesticks – Wurstwaren enthalten seeeehr viel Salz, daher in sehr kleinen Mengen, keine rohen Wurstsorten für Kleinkinder
Porridge als Zwischenmahlzeit Kleinkinder

Porridge als Zwischen­mahl­zeit für Klein­kin­der

Sie können feine Haferflocken einfach mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher übergießen und eine Weile ziehen lassen, dann müssen Sie den Porridge nicht kochen.

Hier finden Sie mein Porridge-Grundrezept (ohne kochen).

Haferbrei (kalt) als Zwischen­mahl­zeit für Klein­kin­der

Haferbrei kann man auch kalt anrühren. Einfach feine Haferflocken mit Milch in einer Schüssel verrühren, so dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Kurz quellen lassen. Anschließend mit weichem/gedünstetem/geraspelten Obst oder Obstmus mischen.

Müsli als Zwischenmahlzeit Kleinkinder

Müsli als Zwischen­mahl­zeit für Klein­kin­der

„Normales“ Müsli ist für Kleinkinder noch nicht geeignet, da es viele Lebensmittel enthält, an denen sich Kleinkinder leicht verschlucken können. Es gibt aber auch „Müsli-Varianten“, die auch für Kleinkinder schon geeignet sind.

  • Müsli mit Haferflocken und gemahlenen Nüssen
  • Kindgerechtes Bircher-Müsli
  • Kindgerechter Couscous-Obst-Salat

Overnight-Oats als Zwischen­mahl­zeit für Klein­kin­der

Hier mein Grundrezept:

  • 100 g geriebenes, zerdrücktes oder püriertes Obst nach Wahl wie Birne, Apfel, Banane
  • 40 g zarte Haferflocken
  • 1 TL gemahlene Nüsse oder Nussmus nach Belieben
  • Milch nach Belieben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Statt Milch können Sie auch Joghurt oder Quark verwenden und diesen mit Wasser unterrühren, bis die Konsistenz passt.

Checkliste stressfreies Essen mit Kindern

Tipps für ent­spannte­res Es­sen mit (Klein-)Kin­dern für 0 € als PDF herunterladen.

Weit­ere Ideen für Zwischen­mahl­zeiten für Klein­kin­der

Noch mehr Ideen und Rezepte für alltagstaugliche Zwischenmahlzeiten z. B. für die Brotbox, aber auch fürs Frühstück und Abendessen ab 1 Jahr in meinen eBooks Nie wieder überlegen, was in die Brotbox kommt und Einfach entspannter frühstücken:

Praxis-Workbook Nie wieder überlegen, was in die Brotbox kommt

Mit 10 mega-va­ri­ablen Re­zep­ten immer das­selbe, aber jedes Mal anders an­bie­ten.

Fazit

Babys können im ersten Lebensjahr noch Muttermilch oder Pre-Milch als Zwischenmahlzeit bekommen. Wenn sie lieber andere Lebensmittel essen möchten, können sie ab Beginn des 10. Monats Getreideprodukte und Obst und/oder Gemüse essen. Die Zwischenmahlzeiten sollten kuhmilch-, salz- und zuckerfrei sein. Auch Honig sollten Kinder unter einem Jahr noch nicht bekommen.

Bei einer Brotmahlzeit müssen Sie daher selbst backen und ggf. auch Brotaufstriche selbst machen.

Baby-Müsli, Baby-Porridge oder Milch-Getreide-Brei mit Muttermilch oder Säuglingsmilch sind als Zwischenmahlzeit für Babys schnell zubereitet.

Beispiele und Details, was Babys und Kleinkinder noch nicht essen dürfen, finden Sie in meinem Lebensmittel-Check für kleine Kinder, den Sie sich für 0 € als PDF herunterladen können.

Häu­fig ge­stellte Fra­gen

Unter einer Zwischenmahlzeit für Babys und Kleinkinder versteht man eine kleine Portion gesunder Lebensmittel, die Ihr Kind vormittags und nachmittags zwischen den Hauptmahlzeiten (z. B. Frühstück und Mittagessen oder Mittageessen und Abendessen) bekommt. Zwischenmahlzeiten sind notwendig, weil kleine Kinder noch keine so großen Portionen essen und daher noch nicht so lange Pausen zwischen den Mahlzeiten möglich sind. Laut dem Regierungsnetzwerk gesund ins Leben sollten Sie aus Vollkorn, Obst oder Gemüse und optional einer Portion Milchprodukte.

Bis zum ersten Geburtstag ist Muttermilch oder Pre-Nahrung die einfachste Zwischenmahlzeit. Möchte Ihr Baby ab dem 10. Monat am Familientisch mitessen, eignen sich salz-, zucker- und kuhmilchfreie Getreideprodukte sowie weiches Obst und Gemüse. Passende Rezepte für milchfreie Porridges oder Baby-Müslis finden Sie im Artikel.

Was Babys noch nicht essen dürfen, erfahren Sie ebenfalls im Artikel.

Nach dem 1. Geburtstag können Kleinkinder am Nachmittag beispielsweise ein Vollkornbrot mit Frischkäse, selbstgemachtem Kräuterquark, ungesüßtem Nussmus oder dünnem Butterbelag essen. Dazu am besten frisches, weiches Obst oder Gemüse. Fruchtriegel, Quetschies oder Salzgebäck enthalten oft zu viel Zucker oder Salz und sollten eine seltene Ausnahme bleiben.

Was Kleinkinder noch nicht essen dürfen, erfahren Sie im Artikel.

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Hallo, ich bin Barbara Eder.

Ich begleite und berate seit über 10 Jahren Familien und weiß genau, welche Fragen sich Eltern beim Thema Ernährung stellen. Für meine Artikel übersetze ich viele Seiten Fachchinesisch aus AWMF-Leitlinien, Empfehlungen der Bundesministerien, der DGE und des BfR für Sie.

Mein Ziel ist es, möglichst vielen Kindern von Anfang an einen guten Start mit einer gesunden Ernährung zu verschaffen, die einfach ist und schmeckt. Besonders wichtig ist mir, dass der Ernährungsalltag in den Familien unbeschwert und stressfrei bleibt und die besten Grundlagen für das Erwachsenenalter gelegt werden.

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